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Seppo Eichkorn verstärkt den Trainerstab von Schalke 04. Bei SPORT1 spricht der neue Assi und Felix Magath schwärmt von seinem früheren Co-Trainer.

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Beim FC Schalke wird nach einer enttäuschenden Vorrunde alles auf den Prüfstand gestellt. Keine Frage: Platz 13 ist deutlich zu wenig, und Veränderungen müssen dringend her.

Bereits vor Weihnachten hatte Sportvorstand Christian Heidel Neuerungen angekündigt. "Wir werden gemeinsam mit dem Trainer Dinge verändern. Das bezieht sich nicht nur auf Spieler", erklärte der 55-Jährige.

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Cheftrainer Domenico Tedesco soll sich zuletzt weitere Unterstützung neben Assistent Peter Perchtold gewünscht haben - diesen Wunsch erfüllt ihm Heidel nun. 

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Der erste Neuzugang wurde am Donnerstag offiziell vom Verein verkündet: Es ist Seppo Eichkorn, der als neuer Mann an der Seite von Cheftrainer Domenico Tedesco helfen soll, die Mannschaft wieder in die Spur zu bekommen.

Magath und Eichkorn zusammen bei Schalke

Der 62-Jährige wird künftig im Schatten von Tedesco arbeiten und dem 33-Jährigen den Rücken freihalten. "Eichkorn ist für Schalke eine sehr gute Wahl", sagt Felix Magath im Gespräch mit SPORT1. Und Magath muss es wissen: Dem ehemaligen Schalke-Coach diente Eichkorn von 2009 bis 2011 als rechte Hand. Als sein Chef entlassen wurde, sprang Eichkorn sogar als Interimstrainer ein.

Eichkorn arbeitete bis 2013 weiter als Co-Trainer auf Schalke, bevor er die Position des Chefscouts übernahm. Auch in der Zeit beim VfB Stuttgart (2001 bis 2004), beim FC Bayern (2004 bis 2007) und beim VfL Wolfsburg (2007 bis 2009) war Eichkorn Magaths Assistent. Mit den Wölfen feierten beide 2009 die Meisterschaft.

Magath kennt Eichkorn also in- und auswendig. "Ich freue mich natürlich für Seppo, dass er die Rolle als Co-Trainer bei seinem Ex-Klub Schalke wieder übernehmen kann. Das ist eine prima Lösung für beide Seiten", sagt der 65-Jährige.

Eichkorn: "Weiß gar nicht, ob ich das noch alles kann"

Eichkorn selbst freue sich auf die Aufgabe. "Ich war ja nicht weg von Schalke, habe die vergangenen fünf Jahre im Scouting-Bereich des Klubs gearbeitet", sagte er zu SPORT1.

Trotz der großen Erfahrung hat Eichkorn Respekt vor dem Comeback auf der Bundesliga-Trainerbank. "Es wird schon eine Umstellung, ich weiß gar nicht, ob ich das noch alles kann, aber ich bin heiß."

"Ich hatte immer Kontakt mit Domenico und schätze ihn sehr", fügte Eichkorn an. "Vor Weihnachten hatte ich ein gutes Gespräch mit ihm, als er mir sagte, dass ich dazu kommen soll. Für einen anderen Klub hätte ich nicht mehr als Co-Trainer gearbeitet."

"Eichkorn kann Tedesco helfen"

Für Magath ist der alte Weggefährte "ein erfahrener Trainer". "Wir hatten eine wunderbare und sehr erfolgreiche Zeit zusammen. Ich bin davon überzeugt, dass er Domenico Tedesco auf Schalke helfen kann. Ich finde das gut." 

Magath erinnert sich gerne an die Anfänge: "Ich hatte mich damals bemüht Herrn Eichkorn als Assistenten zu bekommen, weil er eine andere Entwicklung als ich hatte. Ich war ehemaliger Fußballspieler, kam aus der Praxis und hatte nichts anderes gemacht, als Fußball zu spielen."

Es sei deshalb nötig gewesen, einen Assistenten zu gewinnen, der einen anderen Blickwinkel auf das Geschehen hatte, erklärt Magath. Zudem habe Eichkorn besondere Qualitäten: "Er ist organisatorisch überragend, deshalb hat das wunderbar gepasst mit uns beiden. Außerdem war er immer absolut loyal, das habe ich stets geschätzt an ihm." 

Magath: "Eichkorn ist fleißig ohne Ende"

Bei der Frage nach weiteren Stärken des neuen Schalker Co-Trainers kommt Magath fast ins Schwärmen. "Er ist fleißig ohne Ende und hat mir unheimlich viel geholfen."

Dass Eichkorn nie Ambitionen auf einen Cheftrainer-Posten hatte, liege an seinem Charakter. "In der Rolle des Assistenten", glaubt Magath, "hat er sich einfach immer sehr wohl gefühlt, er stand nie gerne in der ersten Reihe. Ähnlich wie Peter Hermann oder Michael Henke."

Inwieweit Eichkorn Tedesco und Schalke mit seiner Erfahrung auf die Sprünge helfen kann, will Magath allerdings nicht voraussagen. "Man wird sehen, ob die Schalker eine bessere Rückrunde spielen werden und wieder an die europäischen Plätze rankommen. Das darf man mit dem hochwertigen Kader eigentlich erwarten. Das Spielermaterial gibt mehr her als in der Vorrunde gezeigt wurde."