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Der Sportdirektor erklärt, wie sich Ribery zu seiner unflätigen Schimpf-Tirade hinreißen lassen konnte - und wie er dem Spieler von der Geldstrafe berichtete.

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Hasan Salihamidzic hat sich zu der unflätigen Schimpf-Tirade von Franck Ribery geäußert. 

Der Sportdirektor des FC Bayern sprach im Trainingslager in Katar über die Hintergründe des verbalen Rundumschlags und die Konsequenzen. 

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"Franck war mit seinem Sohn im Urlaub und wurde in ein Restaurant eingeladen, wo ganz viele andere Spieler auch waren, wie Ronaldo, Pogba, Messi und so weiter", erklärte Salihamidzic. 

Und da sei es üblich, dass man einem Tisch "einen Show-Akt macht, dass man wie so ein Marketing-Gag ein Video macht, mit dem Restaurant-Besitzer." Ribery habe nichts bezahlt. Und weil das "falsch dargestellt wurde, wurde der Franck aufs Übelste beschimpft und beleidigt." Das Festessen in Dubai war eine Marketing-Aktion des türkischen Starkochs Nusret Gökce (Salt Bae).

"Können wir als Verein nicht akzeptieren"

Salihamidzic weiter: Die verbalen Angriffe hätten sich auch gegen Riberys Familie gerichtet: "Seine hochschwangere Frau, sein Kind, seine Mama, die im Krankenhaus operiert wurde. Und daraufhin hat sich Franck vor seine Familie gestellt, hat sich gewehrt, hat die Familie verteidigt." Dazu habe er, so Salihamidzic, jedes Recht. Und da unterstütze er den Spieler auch. 

"Leider ist ihm das in einem Punkt total entgleist. Er hat Worte benutzt, die wir als Verein nicht akzeptieren können. Die Franck als Vorbild, als Spieler des FC Bayern nie benutzen darf", sagte der 42-Jährige. Er habe lange mit Ribery gesprochen und ihm mitgeteilt, dass der Verein eine hohe Geldstrafe aussprechen werde. Ribery habe dies akzeptiert. Die Höhe der Geldstrafe wollte er auf Nachfrage nicht preisgeben. Er betonte lediglich erneut, dass sie "hoch" ausgefallen sei. 

Ribery hatte auf Instagram und Twitter am Samstag über Kritiker und 'Hater' geschimpft, die ihn für den Verzehr eines mit Blattgold verzierten Steaks kritisiert hatten. 

Üble Schimpfworte und Beleidigungen

"Beginnen wir mit den Neidern und Hatern, die durch ein löchriges Kondom entstanden sein müssen: F**** eure Mütter, eure Großmütter und euren gesamten Stammbaum", hatte der 35-jährige Profi des FC Bayern geschrieben. 

"Ich schulde euch überhaupt nichts, meinen Erfolg habe ich vor allem Gott zu verdanken, mir selbst und meinen Vertrauten, die an mich geglaubt haben", ging die unflätige Botschaft weiter. "An alle anderen: Ihr wart nicht mehr als kleine Steinchen in meinen Schuhen."