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München - Der FC Bayern darf sich auf einen hoch veranlagten Neuzugang freuen: Förderer und Wegbegleiter geraten über Alphonso Davies ins Schwärmen.

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Präsident Uli Hoeneß wurde er angepriesen als "eine absolute Granate". Trainer Niko Kovac reichten wenige Trainingseindrücke aus, um festzustellen: "Im Vergleich mit den Jungs aus der U 23 ist er schon weit voraus."

Und wenn man so hört, wie Entdecker und Förderer über diesen Alphonso Davies sprechen, dann darf sich der FC Bayern in der Rückrunde auf einen ganz besonderen Neuzugang freuen.

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Der 18-Jährige gilt als größtes Talent Kanadas und Nordamerikas. Zehn Millionen Euro Ablöse haben sich ihn die Münchner kosten lassen. Ab Januar ist er spielberechtigt.

Tim Adams, der Davies damals als Zehnjährigen in einem After-School-Team betreute, sagte dem kicker über den Bundesliga-Spieler in spe: "Dieses Kind ist ein Geschenk für das Spiel."

"Habe gewusst, dass Davies etwas Besonderes ist"

Ein Urteil, dem sich andere Wegbegleiter anschließen. Bob Lenarduzzi, Präsident der Vancouver Whitecaps, hat miterlebt, wie Davies den U16- und U18-Jahrgang übersprang und schon mit 15 zum Profi wurde.

"Das passiert sehr selten und wird so schnell auch nicht wieder vorkommen", sagte er dem kicker.

Auf Davies, der am liebsten auf den Flügeln oder im Sturm wirbelt, wurde beizeiten auch der Nationaltrainer aufmerksam.

Octavio Zambrano, damals verantwortlich für die Auswahl Kanadas, sagte dem kicker mit Blick auf Davies damalige Nominierung: "Ihn auf Video zu sehen, ist das eine. Aber als ich ihn aus der Nähe sah, habe ich gewusst, dass er etwas Besonderes ist."

Matthias Hamann, fünf Jahre lang Chefscout für Jürgen Klinsmann in dessen Amtszeit als US-Nationaltrainer, verglich Alphonso Davies bei SPORT1 mit Arjen Robben. "Seine Geschwindigkeit, seine Technik und sein Zug zum Tor machen ihn zur Waffe", sagte der nun bei Eintracht Frankfurt aktive Hamann.

Salihamidzic bittet um Geduld für Davies

Davies hat bereits solche Lobeshymnen im Schlepptau, da werden die Bayern darauf bedacht sein, nicht zu früh einen Hype um ihren Youngster aufkommen zu lassen.

"Ich bitte um Verständnis", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic neulich, "damit man das nicht an die große Glocke hängt". Davies sei ein Spieler, der Zeit brauche und behutsam aufgebaut werden müsse.

"Das Tempo und den Rhythmus hier in der Bundesliga", das versuchte Salihamidzic klar zu machen, muss man als Spieler aus Nordamerika erst erlernen. Nach und nach.

Aber dazu hat dieser Alphonso Davies Zeit. Er ist ja erst 18.