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München - Ungeachtet des starken Auftritts beim BVB bewertet Gladbachs Sportchef Max Eberl die Situation beim FC Bayern nach wie vor kritisch. Im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 vermisst auch Stefan Effenberg eine Neuausrichtung.

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Fußball-Deutschland schwärmt noch immer von der 3:2-Gala im Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern, in dem der kriselnde Rekordmeister trotz Niederlage seine bis dato beste Saisonleistung bot (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER):

Im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 sehen die Experten die Situation der Münchner allerdings nach wie vor kritisch: "Vielleicht fehlt den Bayern aktuell die absolute Gier", meinte Max Eberl. Der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, in der Bundesliga als Tabellenzweiter vor den Bayern, diagnostizierte an der Säbener Straße einen verpassten Umbruch zu Saisonbeginn. (Tabelle der Bundesliga)

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"Du bist zigmal Meister geworden, hast mit diesen Spielern Außergewöhnliches geleistet. Es ist sehr kompliziert, dann zu sagen: Wir müssen etwas Neues wagen", so Eberl. "Das ist vergleichbar wie nach einem Aufstieg: Du merkst, es reicht nicht mehr ganz in der höheren Klasse, und eigentlich musst du Schnitte machen."

"Der Kader ist quantitativ vielleicht nicht so groß - qualitativ ist er immens groß, wenn alle fit sind. Die Bayern wollten jedoch einen kleinen Kader. Ob das die richtige Entscheidung war, darüber kann man diskutieren", sagte der Gladbacher.

Effenberg: Gewisse Sättigung beim FC Bayern

Stefan Effenberg beurteilte die Situation ähnlich: "Vielleicht sind zu viele Spieler schon zu lange da. Wenn du über Jahre auf diesem Niveau spielst, tritt eine gewisse Sättigung ein."

Der Ex-Nationalspieler und frühere Bayern-Profi fügte an: "Man hätte den Umbruch vielleicht stärker vorantreiben sollen. Das merken sie jetzt. Du kannst keine sieben Spieler mitschleppen. Wenn Spieler nicht bei 100 Prozent sind, wird Bayern diese Spiele auch nicht gewinnen."

Marco Fenske, Sportchef im Redaktionsnetzwerk Deutschland, kommentierte dazu: "Ich finde, dass die Bayern wahnsinnig naiv in die Saison gegangen sind und jetzt die Quittung dafür bekommen." SPORT1-Experte Reinhold Beckmann wiederum erklärte: "Die Bayern kämpfen unter allen Klubs noch immer am schlimmsten mit der WM-Enttäuschung - das ist noch nicht raus aus den Köpfen, das trägt nicht zur Sicherheit bei."

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