Jörg Krause, Leiter Talk, sieht die Zeit von Bayern-Trainer Niko Kovac ablaufen © SPORT1-Grafik

München - Der FC Bayern blamiert sich gegen Aufsteiger Düsseldorf. Der Abstand zum BVB wächst. Für Kovac wird die Luft dünn. Der SPORT1-Kommentar zur FCB-Krise.

von Jörg Krause

Mia san - nicht erfolgreich, total verunsichert, blamiert, frustriert, nach dem 3:3 gegen den Vorletzten Düsseldorf obendrein von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Das ist das Bild, das der FC Bayern am 12. Spieltag abgibt. Mittendrin ein angeschlagener Niko Kovac.

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Frust herrscht, weil nicht mal eine 2:0- und eine 3:1-Führung ausreichten, den ersten Erfolg nach drei vergurkten Heimspielen zu sichern. Blamiert, weil die Fortuna mit 13 Gegentoren aus drei Auswärtsspielen der beste Aufbaugegner der Welt schien.

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Zumal sich die FCB-Verantwortlichen alle Mühe gegeben hatten, ihre Mannschaft nach der Pleite in Dortmund stark zu reden. Fast entstand dabei der Eindruck, die Bayern hätten beim BVB gar nicht verloren.

Klar, es gab auch Druck vom Präsidenten Uli Hoeneß, der die ausstehenden Saisonspiele zum Prüfstein für jeden einzelnen Spieler erhob. "Es gibt Gesprächsbedarf", befand nun Hoeneß schon eine Woche danach und schimpft über "Slapsticktore".

FC Bayern: Verunsicherung in allen Ecken

War noch vor Wochen der verpasste Umbruch als Kern der Bayern-Misere ausgemacht worden, befindet sich der Rekordmeister nun in einer Spirale der Verunsicherung. In allen Bereichen.

  • Kein einziger Bayern-Spieler liefert beständig solide Leistung ab. Leistungsträger - wer soll das aktuell sein?
  • Die Mannschaft als Einheit - nicht zu sehen.
  • Wenn Thomas Müller endlich mal wieder trifft, spielt Robert Lewandowski erschreckend schwach.
  • Hinten ist Jerome Boateng in jedem Spiel für einen folgenschweren Patzer gut.
  • Das einstige Bollwerk Manuel Neuer - kann einem leid tun.
  • Die Neuen? Der vorab mit viel Lob bedachte Leon Goretzka - enttäuschend bislang.

Genau genommen sind das alles Vorzeichen für eine Demission des Trainers Niko Kovac.

Kovac agiert wiederholt unglücklich

Der gibt sich fassungslos, agiert bei einer Auswechslung wieder mal unglücklich, als er zwei Minuten vor dem Abpfiff Mats Hummels in einen Defensivverbund wirft, der allein durch die Schnelligkeit des einzigen Stürmers Lukebakio dreimal zu knacken ist.

Das sind sehr viele Probleme, die der Trainer Kovac lösen muss. Wird er die Zeit bekommen? Der Abstand auf den Spitzenreiter Dortmund beträgt aktuell 9 Punkte - die Niko Kovac muss jetzt sofort liefern.

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