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München - BVB-Boss Watzke kontert Kritik von Uli Hoeneß und setzt selbst eine Spitze gegen die Bayern-Verantwortlichen. Es geht um die Offiziellen im Schatten der Alphatiere.

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Den sportlichen Vergleich mit dem FC Bayern hat Borussia Dortmund mit 3:2 gewonnen. Am Sonntag ging das Topspiel in die Verlängerung. Und diesmal waren die Bosse die Protagonisten. 

Bei Sky sprach BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke über Führung und die Einflussnahme von Verantwortlichen im Tagesgeschäft - und wurde dabei auch mit Aussagen von Uli Hoeneß konfrontiert. 

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Rückblick: August dieses Jahres. Dortmund hatte gerade die Verpflichtung von Sebastian Kehl als neuem Leiter der Lizenzspielerabteilung bekanntgegeben und gleichzeitig Matthias Sammer als sportlichen Berater des Vorstandes vorgestellt. 

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Dass die Konkurrenz ihre Führungsmannschaft mit einem Schlag merklich aufstockte, betrachtete Hoeneß damals argwöhnisch.

Hoeneß spottet über BVB - Watzke schlägt zurück

Er sprach davon, dass die Borussia künftig einen Gelenk-Bus brauche angesichts ihrer vielen Berater. "Ich bin immer für klare Verhältnisse, weil am Ende muss einer den Hut aufhaben, ein Sportdirektor", sagte er. 

Ein Zitat, das Watzke jetzt bei Sky in Erinnerung gerufen wurde. Ob er sich wundere, dass Hoeneß für einen starken Sportdirektor plädiere, wurde er gefragt. 

Bei seiner Antwort stichelte der BVB-Boss gegen die Verantwortlichen in München: "Nein, hat man doch bei der PK gesehen, oder?" Ein Satz voller Ironie. 

Er war eine Anspielung auf die Krawall-Pressekonferenz der Bayern-Bosse vor einigen Wochen, bei der Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge gegen die Berichterstattung der Medien wetterten - und Sportdirektor Hasan Salihamidzic mit sehr geringem Redeanteil daneben saß. 

Watzke über Hoeneß: "Informationstechnisch nicht auf der Höhe" 

Des Öfteren sieht sich Salihamidzic dieser Tage, in denen die Bayern weder in ihren sportlichen Leistungen noch in ihrem öffentlichen Erscheinungsbild eine souveräne Figur abgeben, dem Vorwurf ausgesetzt, keine Autorität auszustrahlen. Kritiker stellen seine Kompetenz als Sportdirektor in Frage.

"Das Beste wäre gewesen, wenn er gar nicht auf der Pressekonferenz dabei gewesen wäre", sagte Ottmar Hitzfeld am Donnerstag im SPORT1-Interview. Salihamidzic sei "nicht der Typ, hochpolitische Aussagen zu machen". Diese Diskussion ist offenbar auch nach Dortmund übergeschwappt. Ansonsten hätte Watzke die Debatte wohl nicht aufgegriffen. 

Seine weiteren Aussagen lassen jedoch darauf schließen, dass sich die Spitze des BVB-Geschäftsführers weniger gegen Salihamidzic richtete als vielmehr gegen Hoeneß selbst. 

"Ich habe mich damals schon ein bisschen darüber geärgert. Weil es sachlich ja falsch ist", sagte Watzke mit Blick auf Hoeneß' Aussagen vom Sommer. "Ich weiß nicht, ob er da informationstechnisch nicht auf der Höhe war. Wir haben einen einzigen Berater, das ist Matthias Sammer, und für den brauchen wir keinen Bus."

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