Mainz - Der BVB tut sich in Mainz lange schwer. Dann kommt Joker Alcacer. Mainz' schnellen Ausgleich kontert dann Piszczek.

von Sportinformationsdienst

Borussia Dortmund bleibt in der Fußball-Bundesliga das Maß der Dinge.

Der ungeschlagene Tabellenführer feierte mit dem 2:1 (0:0) beim FSV Mainz 05 den neunten Saisonsieg und eine gelungene Generalprobe für die Champions-League-Partie am Mittwoch (21.00 Uhr) gegen den FC Brügge, in der ein Unentschieden zum Sprung in die K.o.-Runde reicht (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Super-Joker Paco Alcacer (66.) brachte den BVB nur kurz nach seiner Einwechselung mit seinem neunten Saisontor in Führung. Robin Quaison gelang zwar der Ausgleich (70.), doch Lukasz Piszczek (76.) legte für Dortmund nach (Ergebnisse und Spielplan).

"Es war ein sehr, sehr schweres Spiel. Mainz hat taktisch sehr gut gespielt und mit einem anderen System. Wir haben in der ersten Halbzeit die Lücke nicht gefunden. Uns hat die Präzision gefehlt. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht so gut, aber wir machen die Tore. Es war ein Arbeitssieg", sagte Dortmunds Trainer Lucien Favre.

Das "M-Wort" steht aber weiterhin auf dem Index. "Überhaupt nichts" bedeute ihm das zeitgleiche 3:3 des FC Bayern gegen Fortuna Düsseldorf, sagte Favre und zählte noch Gladbach, Frankfurt, Leipzig und Hoffenheim als weitere Konkurrenten um die Meisterschaft auf: "Natürlich schauen wir auf die Tabelle, aber es gibt noch andere Mannschaften, die sehr, sehr stark sind. Gegen jeden Gegner ist es sehr, sehr schwer. Auch heute war es ein Arbeitssieg."

Mainz mutig

Vor 33.305 Zuschauern in der ausverkauften Mainzer Arena dominierten die Gäste die Anfangsphase. Abwehrspieler Dan-Axel Zagadou prüfte FSV-Torwart Robin Zentner bereits nach vier Minuten per Kopf, Reus zielte kurze Zeit später ebenfalls mit dem Kopf nur knapp am Mainzer Tor vorbei (10.).

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Dabei hatte FSV-Trainer Sandro Schwarz, der zuletzt zwei Siege in Folge bejubelt hatte, gegen den Tabellenführer umgestellt. Die Mainzer, die sich im vergangenen Mai mit einem 2:1 in Dortmund den Klassenerhalt gesichert hatten, spielten in einem defensiven 3-5-2-System, um der zuletzt so furiosen Dortmunder Offensive den Raum zu nehmen (Tabelle der Bundesliga).

Beim BVB, der elf der letzten 14 Duelle gewonnen hatte, fehlte in Rheinhessen lediglich Marcel Schmelzer. Ins Tor kehrte Roman Bürki zurück, auch der ehemalige Mainzer Abdou Diallo wurde rechtzeitig fit. Der Abwehrspieler saß aber zunächst ebenso auf der Bank wie der am Freitag mit einem Vertrag bis 2023 ausgestattete Alcacer, der in der 64. Minute eingewechselt wurde.

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Alcacer trifftt erneut als Joker

Aber auch ohne den Spanier bekamen die Fans eine recht unterhaltsame erste Halbzeit zu sehen, weil auch der heimstarke FSV immer wieder seine Chance zum Kontern suchte. Jean-Philippe Mateta (20.) und Aaron Martin (27.) scheiterten an Bürki, der belgische Nationalspieler Axel Witsel (21.) auf der Gegenseite an Zentner.

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Der BVB verpasste es allerdings zunächst, die spielerische Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. Mario Götze als einzige Spitze fand nur selten ins Spiel, was sich auch in der zweiten Halbzeit zunächst kaum änderte. Folgerichtig musste er Alcacer weichen.

Unmittelbar nach der Pause hatte Mainz die besseren Chancen, doch Mateta (47.), Danny Latza (52.) und Alexander Hack (66.) vergaben ihre Möglichkeiten. Dortmund spielte in dieser Phase zu unkonzentriert und wenig konsequent im Abschluss. Dann kam Alcacer und traf nach 150 Sekunden.

"Er spürt den Fußball, er ist so geboren", sagte Favre. Doch Quaison hatte für Mainz die passende Antwort parat. Genauso wie wenig später der Dortmunder Piszczek mit einem Schuss unter die Latte.

Sportdirektor Michael Zorc empfahl nach dem Abpfiff einen Blick in den Kalender. "Wir haben November, nicht Mai", sagte der 56-Jährige gut gelaunt: "Du wirst nicht automatisch Meister, nur weil du vor den Bayern stehst. Das ist gar nicht unser Thema. Für diese Rechenspielchen ist es viel zu früh. Wir werden von unserem Weg nicht abweichen und den Ball flachhalten."

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