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München - Sportchef Max Eberl erklärt im CHECK24 Doppelpass den Höhenflug von Borussia Mönchengladbach, einen Taktik-Kniff - und den Transfer von Shootingstar Alassane Plea.

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Nun auch noch eine Gala bei Werder Bremen und der zweite Tabellenplatz: Borussia Mönchengladbach stürmt nach dem 3:1 nicht zuletzt dank Matchwinner Alassane Plea furios durch die Bundesliga und verzückt die Fans. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Für Max Eberl das verdiente Ergebnis harter und konsequenter Arbeit. "Wir machen das gut und stehen auch berechtigterweise auf dem Tabellenplatz", sagte der Sportdirektor im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1. "Wir hatten Rückschläge, daraus haben wir aber gelernt. Nach Niederlagen kommen wir zurück. Das ist ein weiterer Schritt, den wir gemacht haben. Wir sind gerade in einem Flow, da wollen wir weitermachen." (Tabelle der Bundesliga)

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Zur Erinnerung: In der Vorsaison waren die Fohlen mit Rang neun hinter den eigenen Ansprüchen zurückgeblieben.

"Über Europa zu sprechen, hat uns in der letzten Saison ein Stück weit geschadet", erklärte Eberl. "Nach der Saison haben wir uns offen mit Dieter Hecking (Gladbach-Trainer, Anm. d. Red.) zusammengesetzt und besprochen: Was können wir ändern? Wen können wir holen? Hecking hat mit Alassane Plea dann das alte System von Lucien Favre auf 4-1-2-3 geändert. Das hat der Trainer überragend vorbereitet."

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Eberl über Gladbacher Konkurrenzkampf 

Ein Übriges tut offenbar die Zusammensetzung des Kaders. "Die neue Konkurrenzsituation macht uns stark. Jetzt geht es darum zu moderieren, wenn Spieler unzufrieden sind. Dann sitzt ein Christoph Kramer eben auch mal auf der Bank. Matthias Ginter hat diese Saison noch mal einen Schritt nach vorne gemacht  - er spielt auch verdient in der Nationalelf", sagte Eberl - und meinte mit Blick auf mögliche neue Nationalspieler: "Florian Neuhaus und Jonas Hofmann sind auch zwei Spieler, auf die der DFB etwas genauer sehen sollte."

Am meisten Freude bereitet Gladbach derzeit aber die Leistungsexplosion von Plea, der nicht nur wegen seines Dreierpacks in Bremen binnen 17 Minuten offenbar genau der Stürmertyp ist, der Gladbach zuletzt gefehlt hat.

"Nach langer Verletzungspause hat er in Nizza seinen Neustart hervorragend hinbekommen. Weil Mario Balotelli schon da war, musste er als Zentrumsstürmer auf den Flügel ausweichen. Und das hat er unter Lucien Favre (damals Trainer, Anm. d. Red.) über zwei Jahre ganz stark gemacht", erklärte Eberl.

"Unsere Scouting-Abteilung um Steffen Korell hat einen super Job gemacht. Und wenn ich von einem Spieler überzeugt bin, zahle ich auch gerne mehr", sagte Eberl über Rekord-Transfer (23 Millionen Euro) von Plea, der übrigens "keine Ausstiegsklausel" habe.

"Jannik Vestergaard für 25 Millionen zu verkaufen und Plea für 23 zu holen ist eine Meisterleistung", urteilte SPORT1-Experte Reinhold Beckmann.

Eberl will mit Hecking "Kekse essen"

Fehlt nur noch, Hecking langfristig zu binden. "Dieter und ich waren uns im Sommer einig, den Vertrag nicht zu verlängern. Das wäre bei manchen komisch rüberkommen. Bis Weihnachten werden wir das Gespräch geführt haben. Was Dieter momentan ausstrahlt, strahlt er auch mir gegenüber aus. Momentan macht alles eine große Freude. Wir sind entspannt", sagte Eberl.

"Wir werden erst mal ein paar Kekse essen, dann reden wir und analysieren. Dann werden wir zu einem Konsens kommen. Es ist geil, dort zu stehen, wo wir stehen."

Dem pflichtete SPORT1-Experte Stefan Effenberg, einst selbst Gladbacher Profi, bei: "Ich gucke gerne der Mannschaft zu. Ihr habt euch das Glück erarbeitet und steht völlig zurecht da oben - und vor Bayern München."

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