Stuttgart - Die Pressekonferenz des FC Bayern am Freitag schlug in ganz Fußball-Deutschland hohe Wellen. Ein Ex-Angestellter des Rekordmeisters antwortet mit Witz und Charme.

von Kai Hartwig

Nach dem Rundumschlag der Bayern-Bosse Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic gegen Medienvertreter, ehemalige Spieler und alte Weggefährten hat sich einer der Angesprochenen mit einer gehörigen Portion Humor erneut zu der gestrigen Pressekonferenz der Münchner geäußert.

Nachdem Bayern-Präsident Hoeneß den aktuellen Sportvorstand des VfB Stuttgart, Michael Reschke, während der PK spöttisch als den "schlauen Herrn Reschke" bezeichnet hatte, konterte dieser am Samstag mit rheinischer Gelassenheit auf die Angriffe aus dem Süden der Republik.

"Schlau zu sein ist ja nicht das Schlechteste", meinte der gebürtige Frechener, der von Sommer 2014 bis 2017 als Technischer Direktor für den FC Bayern tätig gewesen war, am Rande des Bundesligaspiels der Schwaben gegen Borussia Dortmund (0:4) (IM VIDEO: Die spektakuläre Bayern-PK in voller Länge).    

Schon am Freitag hatte Reschke die Auslassungen der Bayern-Granden zurückhaltend kommentiert. Laut Hoeneß habe Reschke die Einführung einer Playoff-Runde in der Bundesliga angeregt, um die Dominanz des Rekordmeisters in den letzten Jahren zu brechen und den sportlichen Reiz innerhalb Deutschlands höchster Spielklasse wieder zu erhöhen.

"Ich habe nichts gefordert", meinte Reschke daraufhin zur Bild. "Ich habe angeregt, über einen Playoff-Gedanken zu diskutieren. Das halte ich nach wie vor für einen interessanten Gedanken-Ansatz."

Auf der anderen Seite schlug der 61-Jährige versöhnliche Töne an und betonte, "ein sehr gutes Verhältnis" zu den Bayern-Verantwortlichen zu haben.