München - Mike Hanke kritisiert den Pressekonferenz-Auftritt des FC Bayern. Der frühere Gladbacher wundert sich über die Rolle von Hasan Salihamidzic.

von SPORT1

Im neuen SPORT1-Podcast "Generation Fußball" hat Mike Hanke in der siebten Folge Kritik am FC Bayern geübt.

Insbesondere das Auftreten auf der legendären Pressekonferenz vom vergangenen Freitag missfällt dem Ex-Nationalspieler.

Alarmierend war für Hanke die Rolle von Sportdirektor Hasan Salihamidzic. "Gerade auf der Pressekonferenz hat man gesehen, dass er bei Bayern echt nichts zu sagen hat", so Hankes Gefühl (Die Diskussion über die Bayern und ihre Pressekonferenz beginnt in Minute 28).

Salihamidzic tut Hanke leid

Das tue ihm für Salihamidzic sehr leid. "Ich habe ihn mal im Urlaub kennengelernt und finde, das ist ein echt sympathischer Typ", erzählte der WM-Teilnehmer von 2006. Bei der rund 30-minütigen Pressekonferenz der Bayern am vergangenen Freitag waren Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Uli Hoeneß die Wortführer bei ihrer Medienschelte. Salihamidzic blieb nur eine Nebenrolle.

Generell sei Hanke ungern in München. "Im Rheinland sind alle offen und herzlich. Aber in München denken alle, dass sie einen besonderen Stellenwert haben. Bei den Bayern ist das eben genauso", sagt Hanke, der aber gleich hinzufügt: "Das gilt nicht für alle, ich bin mit Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm gut zurechtgekommen. Das sind aber auch Außnahmen."

Hanke: "Kruse ist Werders X-Faktor"

Auch vom Aufschwung von Werder Bremen zeigt sich Hanke begeistert (Die Diskussion über den Höhenflug von Werder Bremen beginnt in Minute 13). Ein wichtiger Faktor, quasi der X-Faktor, sei dabei Max Kruse: "Der macht Dinge, die er selbst nicht versteht", erklärte Hanke.

Auch eine gemeinsame Anekdote hatte Hanke parat. "Max habe ich mal in Las Vegas getroffen, da haben wir zusammen gepokert, aber beide verloren", so der 12-malige Nationalspieler.

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Bei Kruse sei ein Reifeprozess zu beobachten. "Er hat aus Interviews, die er in der Vergangenheit gegeben hat, gelernt. Er ist seriös, steht für die Mannschaft ein, ist Kapitän", sagte Hanke.

Dem pflichtet auch der zweite Podcast-Gast, Reporter-Legende Rolf "Rollo" Fuhrmann bei. Für ihn ist Kruse wieder ein Kandidat für die Nationalmannschaft.

Die wichtigsten Aussagen im Überblick

Thema Bayern:

"Wenn die Bayern, in Zeiten in denen Populismus und Fakenews von diversen Parteien und Ländern gerne benutzt werden, so an die Öffentlichkeit gehen, empfinde ich das als Angriff" (Fuhrmann)

"Die Spieler müssen sowas abkönnen, das sind die Bayern aber einfach nicht mehr gewohnt" (Hanke)

"Im Gegensatz zum BVB und anderen Vereinen, haben die Bayern nur schwache Leute um sich geschart" (Fuhrmann)

"Bei der PK hat man gesehen, dass Brazzo in diesem Verein echt nichts zu sagen hat. Er tut mir Leid" (Hanke)

"In München denken alle, dass sie einen besonderen Stellenwert haben. Bei den Bayern ist das eben genauso" (Hanke)

Thema Werder:

"Kruse ist bei Werder der X-Faktor. Der macht Dinge, die er selbst nicht versteht" (Hanke)

"Kruse und Eggestein müssen in die Nationalmannschaft" (Fuhrmann)

"Max habe ich mal in Las Vegas getroffen, da haben wir zusammen gepokert, aber beide verloren"  (Hanke)

Thema Gladbach:

"Der Schlüssel zum Gladbacher Erfolg ist der breite Kader" (Hanke)

"Eberl hat endlich mal einen teuren Spieler gekauft, der eingeschlagen ist" (Hanke)

"Intern haben die Gladbacher mit Sicherheit das Ziel Champions League ausgerufen" (Hanke)

Der Podcast "Generation Fußball" ist ab sofort immer montagabends ab 19 Uhr auf SPORT1.de und YouTube sowie als reine Audio-Ausgabe auf den Plattformen Spotify und Apple Podcasts sowie auf SPORT1.de abrufbar.