Vor dem Spiel in Istanbul äußert sich Schalke-Manager Christian Heidel zur aktuellen Situation und spricht gegenüber Fährmann-Ersatz Alexander Nübel sein Vertrauen aus.

von Nikolas Pfeil

Rang 16 in der Bundesliga, erst zwei Siege aus den bisherigen acht Spielen und zuletzt eine bittere 0:2-Heimniederlage gegen Werder Bremen. Ganz klar: Auf Schalke hat man sich den Saisonstart anders vorgestellt.

Gut, dass jetzt wieder die Champions League ansteht. Denn in dieser sammelten die Gelsenkirchener zuletzt mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen gegen den FC Porto (1:1) und Lokomotive Moskau (1:0) Erfolgserlebnisse und sorgten für etwas Ablenkung vom tristen Bundesliga-Alltag.

Für die Partie beim türkischen Rekordmeister Galatasaray Istanbul fehlen der Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco jedoch zwei Schlüsselspieler. Abwehrchef Naldo fällt mit einer Grippe aus, Kapitän Ralf Fährmann laboriert an einer Oberschenkelverletzung und wird erneut von U21-Nationalkeeper Alexander Nübel vertreten. (Champions League: Galatasaray Istanbul - FC Schalke ab 21 Uhr im LIVETICKER)

Heidel: "Spiel für Nübel etwas ganz Besonderes"

Zumindest der letztgenannten Thematik blickt Sportvorstand Christian Heidel gelassen entgegen. "Ralf Fährmann ist ein super Torwart. Aber als am Samstag kurz vor Spielbeginn klar wurde, dass er nicht spielen kann und Alexander Nübel im Tor steht, ist bei uns keiner mit einem flauen Gefühl ins Spiel gegangen", sagte Heidel bei DAZN

Auch die aufgehitzte Atmosphäre im Türk Telekom Stadyumu, die Tedesco im Training sogar per Lautsprecherboxen simulieren ließ sieht Heidel nicht als Problem für den 22-Jährigen. "Der Junge ist so gut im Tor, wie er auch wirkt. Das Spiel in Istanbul ist für ihn natürlich was ganz Besonderes. Aber er ist ein ausgezeichneter Torwart. Niemand hat Bedenken, dass er eine gute Leistung bringen wird." Nübel feierte am vergangenen Samstag sein Startelf-Debüt in der Bundesliga.

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Heidel: Situation nicht angenehm

Die Gesamtsituation der Schalker möchte Heidel gar nicht beschönigen.

"Ich kann mir niemand vorstellen, der auf Platz 16 sagt: 'Es ist alles okay'", erklärte er. "Wir müssen uns der Situation stellen. Die ist nicht erwartet und ist alles andere als angenehm. Es ist eine große Herausforderung von dahinten weg zu kommen. Wir wissen, dass es schwierig ist."

Offensivproblem reine Kopfsache?

Nach acht Bundesligaspieltagen hat Schalke mit lediglich fünf Treffern nach dem FSV Mainz 05 die zweitwenigsten der Liga erzielt. (Service: Die Tabelle der Bundesliga)

Auch wenn in der Champions League zwar zumindest die Punkteausbeute stimmt, brannte die Mannschaft von Domenico Tedesco auch hier mit nur zwei Toren aus den ersten beiden Spielen kein Offensivfeuerwerk ab.

Heidel sieht das Offensivproblem seiner Mannschaft vorwiegend als mentale Angelegenheit. "Sicherlich fehlt uns auch ein bisschen das Glück, dass die ersten beiden Schüsse mal reingehen, damit die Last im Kopf mal weg ist."