Hanno Behrens traf zuletzt zur 1:0-Führung gegen die TSG Hoffenheim
Hanno Behrens traf zuletzt zur 1:0-Führung gegen die TSG Hoffenheim © Getty Images

Der Kapitän des 1. FC Nürnberg, Hanno Behrens, und Teamkollege Tim Leibold bedauern die mediale Entwicklung im Profifußball und üben deutliche Kritik daran.

von Sportinformationsdienst

Hanno Behrens und Tim Leibold vom 1. FC Nürnberg haben Kritik an der medialen und generellen Entwicklung des Profifußballs geübt.

"Als Spieler kann man öffentlich kaum noch seine ehrliche Meinung sagen. Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt", sagte Kapitän Behrens t-online.

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Behrens: "Authentizität geht verloren"

"Man wird selbst mit Aussagen konfrontiert, die vielleicht schon Jahre zurückliegen. Das führt dazu, dass wir Spieler vorsichtig werden und zwangsläufig Authentizität verloren geht", findet Behrens.

Sein Teamkollege Leibold schlägt in die gleiche Kerbe. Wer verbal über das Ziel hinausschieße, "bekommt das wie einen Bumerang zurück. Das ist schade, müssen wir aber so akzeptieren", sagte Leibold.

Generell werde das Geschäft "immer größer und aufgeblähter", sagte der Verteidiger. "Und ich fürchte, dass es in den kommenden Jahren nicht besser wird." 

Leibold versteht Zuschauerschwund

Leibold war wie Behrens in den ersten vier deutschen Ligen aktiv. Den Zuschauerschwund in den Stadien hält er für logisch: "Stadionbesuche sind ein teures Vergnügen, das sich nicht jeder leisten kann und will", sagte Leibold.

"Da kann ich sehr gut nachvollziehen, dass sich viele Fans wieder nach ursprünglicherem Fußball sehnen. Ich persönlich finde diese Entwicklung bedauerlich."