Rene Adler sieht den FC Bayern deutlich weniger dominanter als in den vergangenen Jahren. In seinen Augen hat das Auswirkungen auf den Respekt bei Gegnern.

Nach Ansicht des früheren Nationaltorwarts Rene Adler erstarren die Gegner des FC Bayern inzwischen deutlich seltener in Erfurcht als in früheren Zeiten. 

"Bayern strahlt nicht mehr die Dominanz aus, die sie mal hatten. Der Respekt der Mannschaften ist nicht mehr so da", sagte Adler im CHECK24 Doppelpass.

Adler: Früher schon im Spielertunnel 2:0 zurückgelegen

Der 33-Jährige ist derzeit die Nummer zwei bei Mainz 05. Bei der Niederlage gegen den Rekordmeister saß er nur auf der Tribüne. 

Trotz des 1:2 sah Adler seine Teamkollegen nicht chancenlos. "Über ein 1:1 hätte sich auch niemand groß beschweren dürfen", sagte er.

Dabei hat Adler auch schon andere Zeiten erlebt als Gegner der Münchner. "Ich habe auch schon gegen den FC Bayern gespielt zu Zeiten von Jupp Heynckes, da hast du gefühlt schon im Spielertunnel 2:0 zurückgelegen", sagte er. 

Unter Niko Kovac erachtet Adler das Spiel der Bayern als deutlich fehlerhafter. "Sie haben einfachere Ballverluste. Das Spiel ist relativ durchschaubar", befand er. "Sie gewinnen die Spiele, aber es ist nicht mehr diese Leichtigkeit da, die man von den Bayern gewohnt war."

Keller: Bayern wird wieder oben stehen

Das Spiel von Tabellenführer Borussia Dortmund bezeichnete Adler im Vergleich dazu als "deutlich ansehnlicher". 

Der frühere Bundesliga-Trainer Jens Keller mag dennoch nicht an eine Wachablösung im deutschen Fußball glauben. 

"Es wird unheimlich schwer werden, gegen Bayern die Tabellenführung zu behaupten", sagte Keller im CHECK24 Doppelpass. "Unterm Strich werden sie am Ende wieder oben stehen."