Bundesliga: TSG Hoffenheim und Nagelsmann beenden Krise gegen Nürnberg
Bundesliga: TSG Hoffenheim und Nagelsmann beenden Krise gegen Nürnberg © Getty Images
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Nürnberg - Die TSG Hoffenheim landet beim 1. FC Nürnberg einen wichtigen Befreiungsschlag. Trainer Julian Nagelsmann atmet erleichtert auf. Der Club zahlt erneut Lehrgeld.

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Für Julian Nagelsmann war dieser befreiende Erfolg keiner wie jeder andere. "Siege sind immer bedeutend", sagte der Trainer der TSG Hoffenheim, fügte aber hinzu: "Vielleicht ist der noch ein bisschen bedeutender."

Schließlich beendete das 3:1 (0:1) beim 1. FC Nürnberg nicht nur die Ergebniskrise der Kraichgauer, sondern sorgte für neues Selbstvertrauen und wischte aufkommende Misstöne beiseite.

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Statt in der Tabelle weiter abzurutschen, zeigte die TSG nach dem Rückstand eine bemerkenswerte Mentalität und fügte ihrer ohnehin bekannten spielerischen Klasse endlich auch die richtige Portion Entschlossenheit und Abschlussqualität hinzu. "Diese wichtigen drei Punkte tun in unserer Situation natürlich besonders gut", sagte Nagelsmann.

Hoffenheim "erdrückt" Nürnberg in Hälfte zwei

Zehn Zähler stehen auf der Habenseite des Champions-League-Starters, der in dieser Saison ganz oben angreifen wollte, aber nach drei Pflichtspielniederlagen erst einmal gefordert war, einen heiklen Abwärtstrend zu unterbinden.

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Vor dem Königsklassen-Duell am Dienstag (Champions League: TSG Hoffenheim - Olympique Lyon ab 21 Uhr im LIVETICKER) gegen Olympique Lyon gelang das besonders im zweiten Abschnitt eindrucksvoll. "Wir haben die Nürnberger richtig erdrückt", sagte Abwehrchef Kevin Vogt über den Auftritt nach der Pause.

Nagelsmann mit taktischem Kniff

Dieser ging auch zurück auf eine taktische Umstellung von Nagelsmann. Der Coach brachte Adam Szalai für Florian Grillitsch, erhöhte damit den Druck auf die Franken, die sich kaum noch geordnet aus der Defensive lösen konnten.

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"Ich war nicht zufrieden. Es ging darum, Konter zu verhindern, deshalb habe ich reagiert", sagte Nagelsmann und pries die Reaktion seines Teams auf das Elfmetertor von Club-Kapitän Hanno Behrens (18.): "Die Mannschaft hat richtig druckvoll Fußball gespielt." (Tabelle Bundesliga)

England-Youngster wirbelt Club durcheinander

Besonders in Erscheinung trat der erst 18-jährige Engländer Reiss Nelson. Der Leihgabe der FC Arsenal wirbelte die Club-Defensive gehörig durcheinander und drehte mit seinen beiden Toren (50. und 57.) das Spiel, bevor auch Szalai (67.) traf.

"Ich bin noch ganz am Anfang, es läuft einfach gut im Moment. Der beste Reiss kommt erst noch", sagte der Youngster nach seinen Bundesligatoren drei und vier. Vogt lobte: "Reiss ist total unbekümmert und sehr wissbegierig."

Nürnberg zahlt erneut Lehrgeld

Viel dazulernen muss gewiss auch der Club, wenn er in der Bundesliga bestehen will. Denn hätte nicht Torwart Christian Mathenia in seinem ersten Spiel für den Aufsteiger eine derart gute Leistung gezeigt, es hätte nach den jüngsten Auswärtsklatschen bei Borussia Dortmund (0:7) und RB Leipzig (0:6) auch im eigenen Stadion eine derbe Packung geben können.

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Trainer Michael Köllner stellte fest, dass sein Team im ersten Durchgang zu viel Kraft gelassen hatte.

"Wir konnten die Räume nicht mehr schließen, dann ging die Post ab", sagte der 48-Jährige, der seine Elf wesentlich defensiver als zuletzt eingestellt hatte. Womöglich ist dies trotz der ersten Heimniederlage ein Konzept für die Zukunft. "Keiner kann erwarten, dass wir die Großen herspielen", sagte Verteidiger Georg Margreitter.