München - Schiedsrichter-Chef Fröhlich ergreift im CHECK24 Doppelpass das Wort für den aussortierten Video-Assistenten Wolfgang Stark, räumt aber generell Probleme ein.

Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hat Video-Assistent Wolfgang Stark nach dessen vorläufiger Nichtberücksichtigung verteidigt. "Wir hatten unsere Telefonkonferenz, um die Situationen zu analysieren. Und dachten, dann es ist das Beste, den Wolfgang erst einmal rauszunehmen", sagte der 60-Jährige im CHECK24 Doppelpass bei SPORT1.

"Stark hatte eine hervorragende Schiedsrichter-Karriere, es gebietet der Respekt vor ihm, damit gut umzugehen. Spieler haben auch mal eine Schwächephase", sagte Fröhlich weiter.

Generell gibt der Schiri-Boss zu, dass der Saisonstart am ersten Spieltag den Video Assistant Referees (VAR) viele Probleme beschert habe.

"Wir wollen weniger Eingriffe, so wie es in der Rückrunde war, und weniger als bei der WM. Wir haben gedacht, wir dürfen nichts falsch machen, dadurch waren wir etwas übermotiviert, einzugreifen. Der zweite Spieltag sollte nun eine Referenz sein, wie es laufen sollte", so Fröhlich. Der Videobeweis sei "ein heikles Thema, ein hochsensibles Kind, mit dem man vorsichtig umgehen muss".

Eine vermeintliche Einmischung von DFB-Präsident Reinhard Grindel will Fröhlich nicht überbewerten. "Natürlich gibt der Präsident auch mal einen Kommentar ab, natürlich geben auch Vereinsvertreter einen Kommentar ab, Präsidenten oder Manager der Vereine. Das muss man als Feedback aufnehmen, aber nicht als Weisung", erklärte der Schiedsrichter-Boss.

Fürste: Videobeweis im Hockey war lange Katastrophe 

Der zweimalige Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste bekannte, dass der Videobeweis auch im Hockey zwei, drei Jahre eine Katastrophe gewesen sei, "es gab Beschwerden ohne Ende".

"Dann kamen die Challenges. Und wenn du dein Team zum dritten Mal einen Videobeweis gekostet hast, dann hast du es beim nächsten Mal gelassen. Es ist ein Lernprozess. Wenn der sich einstellt, dann kann es wunderbar funktionieren", meinte Fürste.

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