Leipzig-Stürmer Timo Werner steht mal wieder in der Kritik
Leipzig-Stürmer Timo Werner steht mal wieder in der Kritik © Getty Images

Nach seinem spektakulären Fall in Frankfurt sieht sich Leipzig-Stürmer Timo Werner erneut Kritik ausgesetzt, wird aber von seinem Trainer in Schutz genommen.

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Jede Menge Gesprächsstoff gab es rund um die Partie von RB Leipzig bei Eintracht Frankfurt. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Die Suspendierungen der beiden RB-Akteure Jean-Kevin Augustin und Nordi Mukiele nach dem Handy-Eklat vor der 2:3-Heimpleite in der Europa League gegen Salzburg sowie die legendäre Pressekonferenz von RB-Trainer Ralf Rangnick zwei Tage vor dem Spiel in Frankfurt werden noch länger im Gedächtnis bleiben.

Relativ unspektakulär war dagegen das 1:1 zwischen der Eintracht und Leipzig – abgesehen von der 85. Minute, als Timo Werner mal wieder für einen Aufreger sorgte.

In einem aussichtsreichen Laufduell mit Eintracht-Abwehrboss David Abraham bekam der Angreifer einen Wischer mit der Hand im Gesicht ab und ging kurz vor dem Strafraum theatralisch zu Boden.

Schiedsrichter Felix Brych entschied auf Freistoß für Leipzig, ließ die Rote Karte wegen Notbremse aber stecken.

Kritik von Lienen und Hamann

"Diese Szenen haben wir jetzt seit zehn, 15 Jahren. Ich kann das nicht mehr sehen", echauffierte sich Ewald Lienen bei Sky über Werners Aktion. "Er hat ihn berührt und wischt ihm so ein bisschen durchs Gesicht, aber deswegen muss ich mich nicht hinschmeißen und auf so eine Chance verzichten."

Kritik kam auch von Dietmar Hamann: "Da muss ich als Spieler die Chance erkennen, die ich da habe. Nicht gut gemacht. Das hilft der Mannschaft nicht."

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Rangnick nimmt Werner in Schutz

Anderer Meinung war Werners Trainer Rangnick: "Man sieht ganz eindeutig, dass er da einen Wischer oder einen Schlag bekommen hat. Wie sehr das wehgetan hat in dem Moment, kann niemand von uns beurteilen. Dass es ein Foul war, ist, glaube ich, unstrittig, deswegen hat der Schiedsrichter auch korrekterweise gepfiffen."

Werner steht seit Dezember 2016, als er gegen Schalke mit einer Schwalbe einen Elfmeter rausholte, immer wieder am Pranger. Der allgemeine Tenor: Der deutsche Nationalstürmer würde häufig allzu leicht zu Boden gehen.