München - Leipzig-Trainer Ralf Rangnick verpasst Jean-Kevin Augustin sowie Nordi Mukiele einen Denkzettel und streicht die beiden Franzosen für eine Partie aus dem Kader.

von SPORT1

Leipzigs Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick hat die Suspendierung der RB-Profis Jean-Kevin Augustin und Nordi Mukiele für das Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt mit eindeutigen Worten gerechtfertigt.

"Es kann halt sein, dass manche Spieler ein bisschen länger brauchen und vielleicht ein bisschen öfter auf die heiße Herdplatte fassen müssen", sagte Rangnick vor der Partie bei Sky, "aber wir haben eine Mannschaft, die für ganz klare Regeln und auch für Teamgeist steht, und deswegen blieb uns in diesem Fall auch überhaupt keine andere Wahl."

Nach dem Handy-Eklat vor der 2:3-Heimpleite in der Europa League gegen Salzburg hatte RB konsequent reagiert und Stürmer Augustin sowie Abwehrspieler Mukiele aus dem Kader für die Partie in Frankfurt verbannt.

Wie die Bild zuvor berichtet hatte, fehlten Augustin und Mukiele am Donnerstag beim Umziehen in der Kabine, um stattdessen mit Kopfhörern im Ohr auf der Trainerbank im Stadion zu sitzen, wo sie offenbar mit ihren Handys spielten.

Rangnick deutet weitere Verfehlungen an

Nach dem Spiel deutete Rangnick an, dass sich das Duo noch weitere Verfehlungen geleistet hat.

"Sie wissen ja nicht, was wirklich vorgefallen ist", erklärte Rangnick nach dem 1:1 in Frankfurt. "Ich weiß es und deswegen gab es jetzt auch die Sanktion, diese beiden Spieler nicht mit in den Kader zu nehmen. Die Dinge, die da jetzt passiert sind, da brauchst du einen 24-Stunden-Rundumbetreuer, der das dann eventuell verhindert."

Rangnick plant weiter mit Augustin und Mukiele

Rangnick, der am Freitag auf einer Pressekonferenz bezüglich der Undiszipliniertheiten regelrecht gewütet hatte, gab sich vor der Partie in Frankfurt aber schon wieder etwas milder und kündigte eine baldige Rückkehr der beiden Spieler ins Team an.

"Wir haben zu Beginn der Saison gemeinsam mit den Spielern einen Verhaltenskodex aufgestellt, der natürlich auch gewisse Konsequenzen beinhaltet - und gegen den wurde jetzt einfach verstoßen, und zwar nicht nur in einem Fall", sagte Rangnick.

"Deswegen war die logische Konsequenz, dass die beiden jetzt nicht im Kader sind, aber beide haben auch schon in der Vergangenheit gezeigt, dass sie sehr wertvolle Spieler für uns sind", fügte Rangnick hinzu und kündigte an: "Wenn sie dieses Mal den Schuss gehört haben, dann bleibt es bei dem einen Spiel. Ich gehe davon aus, dass sie morgen wieder bei uns im Kader mittrainieren."

Orban: "Tür steht offen"

Nach dem Spiel in Frankfurt sagte Kapitän Willi Orban: "Wir haben klare Regeln in der Gemeinschaft, in der Gruppe. Die beiden haben diese Regeln nicht eingehalten, deswegen war es genau richtig vom Trainer da konsequent zu sein und die zwei jetzt erstmal rauszunehmen aus der Gruppe."

Und weiter: "Aber wir wollen niemanden ausgliedern, wir haben sowieso einen kleinen Kader. Die Tür steht immer wieder offen für die beiden, aber sie müssen sich an die Regeln halten und an die Werte, die wir in der Gemeinschaft leben."