Ralf Rangnick und Dietmar Hopp wollen ihr Verhältnis wieder verbessern © imago

Nach der gemeinsamen Zeit in Hoffenheim gingen Ralf Rangnick und Dietmar Hopp im Streit auseinander. Jetzt bemühen sich beide offenbar um eine Annäherung.

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Am Samstag (ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) sind sie Gegner in der Liga. Zur neuen Saison schnappt RB Leipzig Trainer Julian Nagelsmann weg.

Oberflächlich betrachtet hätte Hoffenheims Gesellschafter Dietmar Hopp nicht wahnsinnig viele Gründe, sich Ralf Rangnick wieder anzunähern. Leipzigs Sportdirektor und Interimstrainer hofft trotzdem auf eine Versöhnung der einstigen Weggefährten. 

"Mit etwas Abstand sieht man Dinge anders, reflektiert das gemeinsam Erlebte", sagte Rangnick der Bild. Er und Hopp seien dabei, "unser freundschaftliches und vertrauensvolles Verhältnis wiederherzustellen". Das bekräftigte Rangnick direkt vor der Partie bei Sky.

"Wir haben uns zumindest mal wieder ausgetauscht, haben per WhatsApp Kontakt gehabt", so Rangnick: "Ich würde mich wahnsinnig freuen, es wäre ein Herzenswunsch, wenn wir uns in den nächsten Wochen oder Monaten mal wieder treffen würden und wieder ein richtig gutes Verhältnis herstellen würden, das wir über viereinhalb Jahre hatten."

Rangnick ergänzte: "Das wäre ein Herzenswunsch. Ich hoffe, dass er das ähnlich sieht."

Verhältnis zu Hopp für Rangnick eine "Herzensangelegeneheit"

Rückblick: Nach viereinhalb erfolgreichen Jahren in Hoffenheim trennten sich Rangnick und Hopp im Streit. Es ging um unterschiedliche Philosophien und zwei unterschiedliche Charaktere.

Rangnick wollte seinerzeit sportlich und finanziell hoch hinaus. Hopp drängte auf einen Sparkurs. Es kam zum Zerwürfnis.

Anschließend sagte Hopp über Rangnick: "Er hat gemacht, was er wollte, und das Geld mit vollen Händen ausgegeben. Das hätte nicht länger so weitergehen können."

Nach Jahren der Funkstille nähern sich beide Parteien jetzt offenbar wieder an. "Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, weil ich Dietmar Hopp als Mensch sehr schätze", sagte Rangnick.