Trainer Heiko Herrlich hat bei Bayer Leverkusen einen Vertrag bis 2019
Trainer Heiko Herrlich hat bei Bayer Leverkusen einen Vertrag bis 2019 © Getty Images

München - Nach dem Bundesliga-Fehlstart soll Trainer Heiko Herrlich bei Bayer Leverkusen schon vor dem Aus stehen. SPORT1 hakte nach, Herrlich reagiert kämpferisch.

von Reinhard Franke

Muss Heiko Herrlich schon um seinen Job bei Bayer Leverkusen bangen?

Am Montag waren Gerüchte aufgekommen, wonach die Verantwortlichen nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Partien bereits über eine Neubesetzung auf der Trainer-Position nachdenken.

Herrlich selbst sagte nach der 1:3-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg, man sei derzeit in einer "schwierigen Situation".

Dennoch muss er derzeit wohl noch nicht um seinen Job fürchten. "Gar nicht", sagte Leverkusens Sportdirektor Jonas Boldt auf SPORT1-Nachfrage, wie sehr der Posten des Trainers zur Diskussion steht.

Herrlich selbst reagierte am Montag mit recht martialischen Worten auf die Debatte um seine Person: "Ich habe keine Wunden, aus denen Blut fließt und es stehen keine Knochen hervor." Er freue sich auf die "Herausforderung, die Mannschaft wieder auf Spur zu bringen".

Leverkusen vor Mammut-Programm

Allerdings stehen für Leverkusen harte Wochen an. In den nächsten Partien geht‘s erst zu den FC Bayern, dann in der Europa League nach Rasgrad, ehe Bayer zu Hause Mainz 05 empfängt.

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Bekommt Herrlich bis dahin nicht die Kurve, wird die Luft dünner. "Herrlich ist ein junger Trainer. Rudi Völler ist ein erfahrener Mann, er war selber Nationalspieler und -trainer, er kann das besser beurteilen, wie ich oder jeder andere, weil er vor Ort ist. Wenn er das Gefühl hat, dass es nicht läuft, würde er schon dementsprechend reagieren", sagte Leverkusens früherer Manager Reiner Calmund bei SPORT1.

Nach SPORT1-Informationen wäre Ralph Hasenhüttl im Falle einer Ablösung Herrlichs ein heißer Kandidat auf die Nachfolge. Nach der vergangenen Saison wurde der Vertrag des Österreichers bei RB Leipzig vorzeitig aufgelöst.

Gisdol plant Rückkehr

Ebenfalls aktuell ohne Anstellung ist der frühere Coach der TSG Hoffenheim und des Hamburger SV, Markus Gisdol.

Der 49-Jährige wurde im Januar bei den Hanseaten nach sechs sieglosen Spielen beurlaubt, hat aber noch einen Vertrag bis 2019. SPORT1 weiß, dass er eine Rückkehr auf die Trainerbank plant.

Auch Markus Weinzierl wird in den vergangenen Monaten immer genannt, wenn irgendwo ein neuer Trainer gesucht wird. Doch er wartet weiter ab. Beim VfB hatte der 43-Jährige im Winter abgesagt, dann verpflichteten die Schwaben Tayfun Korkut.

Weinzierl wurde im Sommer 2017 bei Schalke 04 nach nur einer Saison freigestellt. Im Juli einigten sich Weinzierl und die Verantwortlichen der Königsblauen nach langen Verhandlungen über eine Vertragsauflösung.

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