Gelsenkirchen - Den Saisonstart hat sich Schalke 04 anders vorgestellt. Manager Christian Heidel stärkt aber Trainer Domenico Tedesco den Rücken. Hier das SPORT1-Interview.

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Der FC Schalke 04 steht nach zwei Spielen noch ohne Punkte da. Für Manager Christian Heidel kein Grund, alles infrage zu stellen.

Insbesondere Trainer Domenico Tedesco stärkt Heidel nach dem missglückten Start im SPORT1-Interview den Rücken.

"Ich glaube, dass er an dieser Aufgabe wächst. Er ist ein junger Trainer. Er ist jetzt zum ersten Mal auf Schalke in einer vorübergehend schwierigen Situation. Ich denke, er wird sie meistern, die Mannschaft wird sie meistern und der Klub auch", sagt Heidel.

Christian Heidel über

… Tedescos Aussage, dass er die aktuelle Situation auch "irgendwie geil" findet:

"Ob ich es unbedingt geil finde, weiß ich nicht. Er meint eher, dass man an solchen Aufgaben wachsen kann. Es läuft nicht immer so, wie man es sich vorstellt. Man muss die beiden Spiele unterschiedlich bewerten. Die hätten wir beide nicht verlieren müssen. Es war nicht so, dass wir da an die Wand gespielt wurden. Wir haben die beiden Spiele verloren, das akzeptieren wir. Der Trainer und die Mannschaft haben ihre Schlüsse daraus gezogen. Jetzt geht es einfach darum, in Mönchengladbach zu punkten." (Bundesliga: Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 ab 18.30 Uhr im LIVETICKER)

… den Vergleich mit dem Fehlstart vor zwei Jahren:

"Die Situationen sind grundverschieden. Vor zwei Jahren war alles neu: Trainer, Manager, Mannschaft. Dazu kamen viele Spieler erst ganz kurz vor Saisonstart.  Das ist mit der Situation heute überhaupt nicht vergleichbar. Heute kennt jeder die Abläufe. Die Mannschaft kennt den Trainer und umgekehrt. Wir haben einfach zwei Spiele verloren. Es ist einfach doof, wenn man sie zu Beginn verliert und nach zwei Spielen mit null Punkten dasteht."

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… die Gründe für den Fehlstart:

"Wir sitzen hier nicht rum und sind völlig verzweifelt, weil wir zwei Spiele verloren haben. Der Trainer hat es ganz klar angesprochen. In beiden Spielen sind Fehler passiert, die man nicht machen muss. In Wolfsburg haben wir auf einmal zehn gegen elf gespielt. Es gibt nicht wenige, die sagen, dass eigentlich elf Schalker gegen neun Wolfsburger hätten spielen müssen. Das war ein etwas kurioses Spiel. Auch gegen Berlin hätte es anders laufen können. Wir verschießen einen Elfmeter und bekommen dann ein Gegentor. Wir haben es einfach nicht gepackt, die Hertha zu knacken. Der Trainer hat es mit der Mannschaft analysiert und wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir eine gute Mannschaft haben. Es muss sich keiner Gedanken machen um Schalke 04. Wir werden dieses Problem - zwei Niederlagen aus den ersten beiden Spielen - lösen."

… Trainer Domenico Tedesco:

"Ich habe null Komma null den Eindruck, dass es innerhalb der Mannschaft, des Vereins und des Umfelds irgendwelche Misstöne oder Unsicherheiten gibt. Wenn eine Mannschaft zweimal verliert, ist sie nicht unbedingt sehr selbstsicher. Aber es ist nicht so, dass man am Großen und Ganzen zweifelt. Das ist extrem wichtig. Wir haben in den letzten beiden Jahren gelernt, dass man auch mit Rückschlägen umgehen muss. Der Trainer verkörpert das auch in seinen Ansprachen vor der Mannschaft. Da gibt es nicht den Eindruck, dass da ein unsicherer Trainer steht. Im Gegenteil: Ich glaube, dass er an dieser Aufgabe wächst. Er ist ein junger Trainer. Er ist jetzt zum ersten Mal auf Schalke in einer vorübergehend schwierigen Situation. Ich denke, er wird sie meistern, die Mannschaft wird sie meistern und der Klub auch."

… die anstehenden Spiele in Bundesliga und Champions League:

"Wir freuen uns auf das Spiel in Mönchengladbach, das sind immer schöne Spiele im Borussia-Park mit der Atmosphäre. Viele Schalker werden uns begleiten. Wir haben am Dienstag das Spiel gegen Porto, dann kommt der FC Bayern. Es ist nicht so, dass wir uns Gedanken machen, wir könnten das verlieren. Wir freuen uns auf die Spiele. So war es auch in der letzten Saison. Leichte Gegner gibt es in Bundesliga sowieso nicht."

… die internationalen Gegner:

"Nach der Auslosung haben viele gesagt, es ist eine leichte Gruppe. Ich habe nie zu den Vertretern gehört. Es ist eine Gruppe, in der man die Chance hat, das Achtelfinale zu erreichen. Das Problem: Das sagen alle vier Mannschaften. Ich glaube nicht, dass man in Moskau Angstzustände bekommen hat, weil Schalke in der Gruppe ist. In Porto auch nicht. Umgekehrt geht es uns genauso. Ich glaube, Porto ist der stärkste Gegner. Das ist eine sehr erfahrene Mannschaft. Das wird eine heiße Nummer hier. Wir freuen uns alle riesig, dass auf Schalke wieder Champions League gespielt wird. Wenn wir nur negativ denken würden, von wegen Doppelbelastung und so - dann hätten wir nicht melden müssen. Wir holen uns die Belohnung für eine fantastische Saison. Für uns ist die Champions League alles andere als abgehakt. Unser großes Ziel ist es, ins Achtelfinale vorzudringen. Aber wir wissen, dass es ganz schwer wird."

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