München - Der Wechsel von Jerome Boateng vom FC Bayern zu PSG ist geplatzt. Das Verhalten der Franzosen stößt Hasan Salihamidzic sauer auf.

von Carsten Arndt

Hasan Salihamidzic hat das Gebaren von Paris Saint-Germain im Zuge des geplatzten Transfers von Jerome Boateng nach Paris kritisiert.

"Wenn so ein Transfer zustande kommen soll, müssen viele Dinge passen. Wir müssen wollen, der Spieler muss wollen und der andere Klub muss bei so einem Spieler natürlich auch ernsthaftes Interesse zeigen. Das haben wir in keinem Moment so gespürt", sagte der Sportdirektor des FC Bayern vor der Partie der Münchner beim VfB Stuttgart bei Sky.

Er habe, auch im Beisein von Karl-Heinz Rummenigge, diverse Gespräche mit Boateng geführt, doch auch der Nationalspieler habe es so empfunden, dass "die Taktik der anderen Seite komisch war".

"Kann man mit Bayern nicht machen"

"Ich will keinen beleidigen, ich sage nur, dass man mit Bayern München solche Sachen nicht machen kann. Ganz besonders, wenn es um so einen Spieler geht", sagte der 41-Jährige.

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Lange lag ein Wechsel Boatengs zu PSG im Bereich des Möglichen. Erst kurz vor Ende des Transferfensters wurde klar, dass der Innenverteidiger die Bayern doch noch nicht in Richtung Frankreich verlässt.

"Es gab Gespräche mit Paris, das ist kein Geheimnis", sagte der Weltmeister von 2014 am Freitag in der Welt: "Die Aufgabe dort war interessant, die Gespräche mit Thomas Tuchel waren gut."

Das bedeute jedoch nicht, beteuerte der 29-Jährige, "dass ich nicht mehr für den FC Bayern brenne". Er habe große Ziele und werde auch weiterhin alles für den Verein geben. "Wie ich es immer getan habe", so Boateng.

Salihamdizic schwärmt von Pavard

Auch Salihamidzic betonte, dass alle im Klub "immer von der Qualität von Jerome überzeugt waren". Da das PSG-Interesse laut des Bosniers nie in der Form da war, wie es Bayern erwartet hätte, habe man sich auch nie ernsthaft mit der Frage beschäftigt, ob der Kader ohne den Nationalspieler in der Innenverteidigung zu dünn besetzt gewesen wäre.

Für die kommende Saison gilt nach wie vor Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart als heißer Kandidat für die Defensive des Rekordmeisters.

Eine Einigung mit dem Franzosen dementierte Salihamidzic zwar, zeigte sich aber begeistert von den Qualitäten des 22-Jährigen: "Er ist ein sehr, sehr interessanter Spieler. Er ist ein Weltmeister, der enormes Potenzial hat."

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