Fan-Proteste in Bremen: Bei Werder gegen Hertha herrschte zeitweise große Stille © imago

Berlin - Gespenstische Stille in München und Bremen: Die Fans von Bayern und Werder bringen ihren Ärger über den DFB und die Kommerzialisierung im Fußball zum Ausdruck.

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Großes Schweigen in der Fußball-Bundesliga.

Zu Beginn der Englischen Woche haben die Ultra-Fans von Werder Bremen und des FC Bayern einen Stimmungsboykott durchgezogen.

Die Werder-Fans blieben im Heimspiel gegen Hertha BSC analog zur Anstoßzeit über 18:30 Minuten still. Damit wollten sie gegen die zunehmende Kommerzialisierung des Profifußballs mobil machen.

Auf den Rängen wurde ein Plakat ausgerollt mit der Aufschrift: "Football is for you and me. Not for fucking Pay-TV."

Die Fans von Werder Bremen blieben im spiel gegen Hertha fast 20 Minuten lang still
Protest aus dem Werder-Fanblock: Bremens Zuschauer sind keine Freunde von Kommerz im Fußball © Getty Images

Die Anfeuerung für die Platzherren in der Anfangsphase fiel tatsächlich leiser aus als üblich. Auch der Torjubel beim 1:0  durch Martin Harnik in der elften Minute war hörbar gedämpft.

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Auch im Heimspiel des FC Bayern gegen Augsburg äußerten Stadionsbesucher ihren Unmut.

Bayern-Fans sorgen für gespenstische Stille

Die Bayern-Fans protestieren gegen die Kommerzialisierung des Fußballs © SPORT1

"Ihr werdet von uns hören. Oder auch nicht", titelten sie auf einem Banner.

In der Allianz Arena herrschte in den Anfangsminuten gespenstische Stille. 

Auch in der herrschte vielerorts Geisterstimmung. Beim Absteiger 1. FC Köln verfolgten Fans die ersten 20 Minuten der Partie gegen den FC Ingolstadt weitgehend schweigend und boykottierten wie angekündigt die Stimmung.