Leipzig - RB Leipzig kann nach dem Sieg gegen den VfB Stuttgart den Blick nach oben richten, während die Schwaben weiter ohne Sieg bleiben.

von Sportinformationsdienst

RB Leipzig hat seinen Aufwärtstrend in der Bundesliga fortgesetzt.

Die Elf von Trainer Ralf Rangnick gewann gegen den VfB Stuttgart völlig verdient mit 2:0 (1:0) und richtet den Blick in der Tabelle nach sieben Punkten aus den letzten drei Spielen wieder nach oben. Kapitän Willi Orban per Abstauber (45.+1) und Jean-Kevin Augustin (80.), der nach seiner Suspendierung begnadigt worden war, erzielten die Tore.

Der VfB Stuttgart wartet hingegen nach fünf Spielen weiterhin auf den ersten Sieg in der neuen Saison. Die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut zeigte phasenweise eine äußerst harmlose Vorstellung und befindet sich mit nur zwei Punkten weiter im Tabellenkeller.(Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Rangnick: "Wir haben verdient gewonnen"

"Es kann keine zwei Meinungen dazu geben, dass wir verdient gewonnen haben", stellte Leipzigs Trainer Ralf Rangnick am Sky-Mikrofon fest und geriet bei seiner weiteren Analyse ins Schwärmen: "Es war in der ersten Halbzeit ein Geduldsspiel, aber danach ein Superspiel von uns. Das war das Beste, was wir in dieser Saison bisher gezeigt haben."(Alle Ergebnisse im Überblick)

Im Stuttgarter Lager haderte Christian Gentner mit Orbans Trefer kurz vor dem Pausenpfiff: "Wir waren gegen einen Europacup-Anwärter gut eingestellt, sind aber unglücklich in Rückstand geraten. Nach der Pause haben wir es zwar versucht, konnten aber leider nicht zurückkommen."(Die Tabelle der Bundesliga)

Leipzig lauert auf Konter

Vor 32.187 Zuschauern überließ Leipzig den Gästen zunächst die Initiative und lauerte auf Konterchancen. Erste Gefahr ging aber von einer Standardsituation der Leipziger aus. Marcel Halstenberg, nach mehrmonatiger Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf, flankte vors Tor, doch der aufgerückte Dayot Upamecano vergab per Kopf.

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Leipzig blieb erstaunlich defensiv, lockte die Gäste, doch Stuttgart traute sich nicht so recht und schob den Ball lieber in den eigenen Reihen hin und her. Leipzigs Nordi Mukiele sorgte zwischendurch immer wieder für Aufregung. Nach einem Sprint über die rechte Seite bediente der Neuzugang Timo Werner vor dem Tor (23.), doch der Nationalspieler vergab aus kurzer Distanz.

Mukiele gehörte zu den beiden Salzburg-Sündern und stand von Beginn auf dem Feld. Augustin saß zunächst nur auf der Bank. Das Franzosen-Duo war nach Undiszipliniertheiten vor dem Europa-League-Spiel gegen Red Bull Salzburg (2:3) für die letzte Bundesliga-Partie bei Eintracht Frankfurt (1:1) suspendiert worden.

Korkut setzt vier neue Spieler ein

Stuttgarts Trainer Korkut hatte im Vergleich zum Spiel gegen Fortuna Düsseldorf in Pablo Maffeo, Borna Sosa, Dennis Aogo und Erik Thommy gleich vier neue Spieler in die Startelf berufen, doch besonders effektiv war das Spiel seiner Mannschaft nicht. Die Angriffsbemühungen endeten meist am gegnerischen Strafraum. Mario Gomez fiel nur selten auf, in der 38. Minute kam er nach einer Flanke von Sosa einen Schritt zu spät, stand aber auch im Abseits.

Leipzig wurde gefährlicher, vor allem Mukiele machte viel Dampf über die rechte Seite. Nach seiner Flanke zog Kevin Kampl ab, doch Timo Baumgartl fälschte den Ball noch zur Ecke ab. Kurz vor der Pause war es wieder Kampl, der aus der Distanz draufhielt. Ex-Nationalkeeper Ron-Robert Zieler ließ den Ball abklatschen, und der aufgerückte Orban drosch zum 1:0 ein.

Auch im zweiten Durchgang blieben die Gastgeber klar dominierend, Stuttgart konnte sich nur noch selten befreien. In der 58. Minute feierten die Fans der Gastgeber schon das 2:0 durch Werner, doch per Videobeweis wurde das Tor wegen Abseitsstellung annulliert.