Julian Nagelsmann setzte sich für Joachim Löw ein
Julian Nagelsmann setzte sich für Joachim Löw ein © Getty Images

Julian Nagelsmann setzt sich nach der Kritik an der WM-Analyse von Joachim Löw für den Bundestrainer ein. Über die Nominierung von Nico Schulz freut er sich.

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Julian Nagelsmann hat Joachim Löw nach der WM-Analyse verteidigt.

Der DFB arbeite "bei der Analyse sehr gewissenhaft. Ich finde es nicht richtig, wenn man da draufhaut und sagt, das war ein bisschen Wischiwaschi", sagte der Trainer der TSG Hoffenheim auf der Pressekonferenz von dem Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr im LIVETICKER): "Ich finde, wir sollten warten und die Arbeit bewerten."

Löw habe "sehr, sehr viel gute Dienste geleistet. Wir sollten nicht vorweg schon draufhauen", so Nagelsmann.

Der Bundestrainer hatte am Mittwoch in einer knapp zweistündigen Pressekonferenz seine Analyse der Endrunde in Russland präsentiert und den Kader für die Länderspiele gegen Weltmeister Frankreich am 6. September in München und drei Tage später in Sinsheim gegen Peru nominiert.

Unter den Nominierten ist auch erstmals Hoffenheims Linksverteidiger Nico Schulz. "Das hat er sich auch verdient. Seine große Waffe ist die Körperlichkeit und die Wucht mit seinem Tempo", sagte Nagelsmann.

Kramaric vor Comeback

In Freiburg darf Nagelsmann unterdessen auf die Rückkehr von Angreifer Andrej Kramaric hoffen.

Der kroatische Vize-Weltmeister werde "vielleicht" im Kader stehen, sagte der Trainer am Donnerstag: "Er ist jetzt weitestgehend schmerzfrei, doch wir müssen abwägen, ob ein Einsatz sinnvoll für das Team ist."

Dagegen wird Verteidiger Benjamin Hübner sicher fehlen, der 29-Jährige leidet an den Folgen einer Gehirnerschütterung. Zudem sind Lukas Rupp (Kreuzbandriss), Dennis Geiger (Sehnenanriss), Kerim Demirbay (Außenbandanriss) und Nadiem Amiri (Fuß-OP) immer noch verletzt.

Trotz personeller Probleme wolle man "die Butter auf dem Brot lassen", sagte Nagelsmann. Das Ziel sei klar zu gewinnen.