Josip Brekalo vom VfL Wolfsburg bekennt sich nicht zur Vielfalts-Aktion seines Vereins
Josip Brekalo vom VfL Wolfsburg bekennt sich nicht zur Vielfalts-Aktion seines Vereins © Getty Images

Beim VfL Wolfsburg will man sich mit einer speziellen Kapitänsbinde für eine tolerante Gesellschaft einsetzen. Josip Brekalo vom VfL hält davon nicht viel.

von Conan Furlong

Im Zuge der DFL-Aktion "Strich durch Vorurteile" am 27. Spieltag der vergangenen Saison sagte der damalige Frankfurt-Spieler Kevin-Prince Boateng: "Es darf einfach nicht sein, dass jemand wegen seiner Hautfarbe, seiner Religion oder seiner Sexualität ausgegrenzt und beleidigt wird."

Der VfL Wolfsburg unterstrich dieses Bestreben nun am ersten Bundesliga-Wochenende und stattete Kapitän Josuha Guilavogui gegen den FC Schalke 04 (1:1) mit einer Binde in Regenbogenfarben aus. Doch dieses weltweit verbreitete Symbol einer vielfältigen Gesellschaft schmeckte einem Mitspieler von Guilavogui gar nicht.

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Denn Josip Brekalo bekennt sich nicht zu diesen Werten, wie er preisgab: "Ich bin sehr religiös erzogen worden. Wenn jemand eine andere Art zu leben bevorzugt, dann ist das okay für mich, weil das seine Sache ist. Aber ein spezielles Symbol für die Einstellung anderer Leute muss und möchte ich nicht tragen."

Wolfsburg: Brekalo-Aussage im Kontrast zu Schmadtke-Ziel

Der Kroate distanziert sich mit dieser Aussage zur Homosexualität vom Vorhaben des VfL-Geschäftsführers Jörg Schmadtke, der ein "deutliches Zeichen" setzen wollte: "Wir stehen als Verein für eine tolerante Gesellschaft."

Noch deutlicher wurde die Haltung des 20-Jährigen anhand seiner Likes auf Instagram, wie die SZ berichtete. Demnach versah Brekalo negative Kommentare zu der Aktion - unter den Beiträgen seines eigenen Vereins – mit einer Gefällt-mir-Angabe. Inzwischen seien die Likes weg, Brekalo hätte diese mit "Telefonproblemen" begründet. 

Bereits letzte Saison hatte sich die Frauenmannschaft aus Wolfsburg zu der Aktion bekannt. Kapitänin Nilla Fischer bat ihre Vorgesetzten erfolgreich um die Erlaubnis, mit der Binde in Regenbogenfarben aufzulaufen. Für die Schwedin hätte diese "Stolz, Vielfalt und Respekt füreinander" symbolisiert.

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