München - Beim Saison-Auftakt gegen 1899 Hofenheim des FC Bayern verletzt sich Kingsley Coman einmal mehr folgenschwer. Übeltäter Nico Schulz entschuldigt sich.

von Marcel Bohnensteffen , Franziska Wendler , Florian Plettenberg , Conan Furlong

Bittere Nachricht für Kingsley Coman.

Der Franzose hat sich im Spiel gegen die TSG Hoffenheim erneut das Syndesmoseband im linken Sprunggelenk gerissen. Das gab der FC Bayern am späten Freitagabend auf Twitter bekannt.

Beim Saisonauftakt war der Franzose nach einem Foul von Nico Schulz kurz vor der Halbzeit (44.) mit dem linken Fuß umgeknickt und unter starken Schmerzen ausgewechselt worden.

Eine Untersuchung bei der medizinischen Abteilung des Rekordmeisters direkt nach dem Spiel lieferte die fatale Diagnose. 

Coman muss operiert werden und wird dem FC Bayern somit erneut mehrere Wochen fehlen.

Bereits von Februar bis Mai war der Franzose wegen der gleichen Verletzung insgesamt 77 Tage ausgefallen. Im Pokalfinale feierte er zwar sein Comeback, zu einer Nominierung für Frankreichs WM-Kader reichte es allerdings nicht mehr.

Gegen Hoffenheim folgte nun der nächste Tiefschlag. 

"Ein Albtraum für Kingsley"

Bereits unmittelbar nach dem folgenschweren Zweikampf deutete der 22-Jährige an, dass es für ihn nicht weitergehen werde. Mit schmerzverzerrtem Gesicht blieb Coman auf dem Boden liegen. 

Trainer Niko Kovac hatte bereits nach Abpfiff einen langen Ausfall befürchtet. 

Mitspieler Joshua Kimmich reagierte bestürzt: "Es ist ein Albtraum für Kingsley. So wie er reagiert hat, werden wir ihn wohl so schnell nicht wiedersehen."

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Bei Sky war Coman am späten Freitagabend zu sehen, wie er stark bandagiert und auf Krücken laufend die Praxis von Dr. Müller-Wohlfahrt in der Münchner Innenstadt verließ.

Der Außenspieler wurde nach seiner Auswechslung durch Arjen Robben ersetzt, Übeltäter Schulz bekam für sein Foulspiel die Gelbe Karte.

Hoffenheims Außenverteidiger entschuldigte sich noch auf dem Feld sowie nach Abpfiff im ZDF: "Er macht einen Haken, ich rutsche rein. Es tut mir leid, es war keine Absicht. In dem Moment denke ich, dass er flankt - das versuche ich zu verhindern."