Karl-Heinz Rummenigge kann sich eine weitere Spitze in der Causa Kovac nicht verkneifen
Karl-Heinz Rummenigge hat kein Verständnis für die Kritik von Robert Lewandowski © Getty Images

München - Robert Lewandowski wirft den Bayern-Bossen fehlende Unterstützung vor. Karl-Heinz Rummenigge kann seinen jüngsten Aussagen wenig abgewinnen. Einen Wechsel des Stürmers schließt er kategorisch aus.

von Marcel Bohnensteffen

Karl-Heinz Rummenigge hat irritiert auf die Vorwürfe von Robert Lewandowski reagiert, die Bayern-Bosse hätten ihren Stürmer nicht genügend gegen Kritik verteidigt. 

"Ich bin ein Stück weit erstaunt über diese Aussage", sagte Rummenigge vor dem Liga-Auftakt gegen Hoffenheim bei Eurosport.

"Ich habe mich zu einer Zeit vor ihn gestellt, im März, April, als es Kritik nach den Spielen in der Champions League gab", bekräftigte der Vorstandsvorsitzende. "Ich habe gesagt, ich finde die Diskussion lächerlich. Über einen Stürmer, der jedes Jahr 30 Tore erzielt, diskutiere ich gar nicht."

Lewandowski hatte in dieser Woche in einem Interview in der Sport Bild  zu wenig Rückendeckung der Verantwortlichen beklagt. 

Lewandowski fühlte sich von Bayern im Stich gelassen

"Im April, Mai hat fast jeder gegen mich geschossen. Und ich habe keinen Schutz vom Verein empfunden, ich habe mich in der Situation allein gefühlt", hatte der Pole gesagt. 

Diesem Vorwurf widersprach Rummenigge bei Eurosport entschieden. "Eine größere positive Kundgebung konnten wir ihm gar nicht zuteil werden lassen", sagte er. "Ich finde es immer komisch, wenn so etwas über die Medien verbreitet wird."

Rummenigge erklärte, er stehe Spielern jederzeit für Gespräche zur Verfügung: "Ich bin jeden Tag im Büro. Meine Tür ist offen. Einmal anklopfen und man ist drin."

Trotz der Misstöne von Lewandowski betonte Rummenigge, er habe "grundsätzlich ein gutes Verhältnis" zu dem Spieler. 

Obwohl sich Lewandowski zwischenzeitlich intensiv mit einem Wechsel beschäftigt hatte, schloss Rummenigge einen Transfer des Mittelstürmers erneut kategorisch aus. "Wir haben vom ersten Tag gesagt: Egal welcher Betrag auf dem Tisch liegt, wir verkaufen nicht", sagte er.