München - Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic spricht über seine Startschwierigkeiten in München und erklärt die Zusammenarbeit mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge.

von SPORT1

Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat nach einem Jahr beim Rekordmeister Bilanz gezogen und sich zur Transferpolitik geäußert.

"Ehrlicherweise habe ich manches in den Fachabteilungen vorgefunden, das nicht so gut funktioniert hat. Wir haben zum Beispiel das Scouting reformiert. Die Ärzteabteilung wurde ausgetauscht. Bei den Physios haben wir neue Strukturen eingeführt, die Aufgaben wurden teils neu verteilt", sagte Salihamidzic der Sport Bild.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Nachwuchsleistungszentrum sei verbessert worden.

Salihamidzic spricht über Startschwierigkeiten

Zu Beginn seiner Amtszeit wurde der 41-Jährige vor allem für seine Interviews kritisiert. "Ich musste mich erst einfügen in eine noch dynamischere Medienwelt. Ich musste den Job erst kennenlernen", erklärte der frühere Mittelfeldspieler und wird detaillierter: "Vor allem, dass ich über sehr viele Dinge sprechen musste, die ich ja nicht zu verantworten hatte. Einerseits musste ich den Verein schützen, andererseits sollte ich Kante zeigen in der stürmischen Zeit als neuer Sportdirektor."

Aus seiner Sicht sei dies nicht möglich gewesen: "Deswegen musste ich - salopp gesagt - zuweilen herumeiern."

Das ist Bayerns Transferplan

An der Seite von Salihamidzic sind mit Präsident Uli Hoeneß und dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge zwei erfahrene Führungskräfte. "Ich lerne viel von ihnen, sie helfen mir viel. Aber was immer vergessen wird: Ich helfe auch Ihnen. Sie sind froh im Tagesgeschäft nicht mehr alles regeln zu müssen", schilderte der Bosnier die Zusammenarbeit mit den Bayern-Bossen. Er hoffe sehr, "dass beide über 2019 hinaus weitermachen."

Auf dem Transfermarkt haben sich Salihamidzic und die Bayern bisher zurückhaltend gezeigt. Der Sportdirektor erklärt den Plan des Rekordmeisters: "Wir wollen ein Klub sein, der in diesen verrückten Zeiten anders vorgeht. Im Moment versuchen wir vor allem den Transfermarkt zu antizipieren."

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Bisher haben die Münchner in dieser Transferperiode noch keinen Euro ausgegeben. Nationalspieler Leon Goretzka kam ablösefrei aus Schalke, zudem kehrte Serge Gnabry nach der Leihe aus Hoffenheim zurück.

 Man lasse sich aber bis zum Ende der Transferperiode (31. August, d. Red.) "alle Türen offen", so Salihamidzic.

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