München - Der Videobeweis wird im CHECK24 Doppelpass kritisch beleuchtet. Für SPORT1-Experte Reinhold Beckmann nimmt er Schiedsrichtern die Autorität.

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SPORT1-Experte Reinhold Beckmann hat ein vernichtendes Urteil über den Videobeweis gefällt.

"Er enteiert die Schiedsrichter", sagte er im CHECK24 Doppelpass. Die Ereignisse beim Chaos-Spiel Wolfsburg gegen Schalke nannte Beckmann ein "Paradebeispiel für die Verunsicherung" der Unparteiischen. "Wir nehmen den Schiedsrichtern die Autorität weg auf diese Art und Weise", kritisierte er.

Nach Auffassung des früheren Bundesliga-Spielers Stefan Effenberg haben die Unparteiischen am ersten Spieltag "noch gravierendere Fehler als in der vergangenen Saison" begangen. 

Effenberg stellt Qualität der Schiedsrichter infrage

Exemplarisch nannte der SPORT1-Experte das angebliche Foul an Bayerns Franck Ribery gegen Hoffenheim. Für Effenberg war die Szene "nie im Leben Elfmeter".

In diesem Zusammenhang bezweifelte Effenberg das Leistungsniveau der deutschen Elite-Schiedsrichter. "Man muss eventuell die Qualität hinterfragen, ob das wirklich reicht für die Bundesliga", sagte er im CHECK24 Doppelpass

Funkel: Schiris müssen zu früh aufhören

Über den inflationären Einsatz des Videobeweises sagte er: "Das ist einfach too much. Das macht ein Stück weit auch den Fußball kaputt." 

Für Friedhelm Funkel, Trainer von Aufsteiger Fortuna Düsseldorf, sind die strittigen Entscheidungen der Unparteiischen eine Folge der Altersgrenze.

"Sie ist viel zu tief angesetzt. Ältere Schiedsrichter, die viel mehr Respekt bei Spielern und Trainern haben, müssen viel zu früh aufhören", monierte Funkel im CHECK24 Doppelpass.

Schiedsrichter dürfen in Deutschland bis zum 47. Lebensjahr im Profifußball pfeifen.