In der letzten Saison siegte der VfB Stuttgart beim FC Bayern mit 4:1
In der letzten Saison siegte der VfB Stuttgart beim FC Bayern mit 4:1 © Getty Images

Der VfB Stuttgart steht nach einem Fehlstart in die neue Saison gegen den FC Bayern schon unter Druck. Die Münchner wollen Revanche.

Beim VfB Stuttgart träumten die Fans schon wieder vom Europacup - stattdessen droht bereits nach dem dritten Pflichtspiel die erste Krise. Doch Trainer Tayfun Korkut gab sich vor dem brisanten Südderby gegen den klar favorisierten FC Bayern am Samstag (18.30 Uhr im LIVETICKER) trotz eines klassischen Fehlstarts der Schwaben betont gelassen.

"Wir haben nicht das Gefühl, dass wir unter Druck stehen. Wir haben nicht die Ergebnisse erzielt, die wir uns vorstellen. Aber wir wissen, an was es lag. Was letzte Woche war, ist nicht mehr so wichtig", sagte Korkut.

Aufstellung: Bayern mit Goretzka

Der VfB bekommt es dabei mit Bayerns geballter Offensiv-Routine zu tun. Sowohl Franck Ribery als auch Arjen Robben, der zuletzt gegen Hoffenheim noch auf der Bank saß, stehen in der Startelf des FC Bayern. Robert Lewandowski läuft wie gewohnt als einzige Spitze auf.

Im Mittelfeld darf Leon Goretzka erstmals in der Liga von Beginn an ran, Javi Martinez muss zunächst zuschauen. Thiago und Thomas Müller komplettieren das Mittelfeld.

In der Viererkette setzt Kovac dieses Mal auf das Duo Mats Hummels und Jerome Boateng, Niklas Süle sitzt zu Beginn auf der Bank. Dort muss auch Holger Badstuber auf Seiten des VfB Platz nehmen. Nach seinem Patzer im ersten Spiel gegen Mainz muss er gegen seinen Ex-Klub zunächst zuschauen.

FC Bayern: Neuer - Kimmich, Boateng, Hummels, Alaba - Thiago - Müller, Goretzka - Robben, Ribery - Lewandowski

VfB Stuttgart: Zieler - Maffeo, Pavard, Baumgartl, Insua - Ascacibar, Castro - Gentner, Aogo - Donis, Gomez

Kovac warnt vor dem VfB 

Bayern-Coach Niko Kovac ist sich sicher, dass die Pokalpleite bei Drittligist Hansa Rostock und die Liganiederlage in Mainz bei den Schwaben nachwirken. "In Stuttgart gibt es eine gewisse Erwartungshaltung. Nach zwei Niederlagen ist Druck da", meinte Kovac. Dies mache es für den Rekordmeister "schwieriger. Wir müssen uns strecken."

Zumal die Bayern auf Wiedergutmachung aus sind. Zum Abschluss der vergangenen Saison hatte der VfB mit einem 4:1 in der Allianz Arena die Meisterfeier der Münchner verdorben. "Das mag keiner, meine Jungs noch weniger", sagte Kovac: "Sie werden höchst motiviert sein, dass wir das wieder ausradieren."

Doch auch Korkut ist überzeugt, "dass wir eine heiße Mannschaft auf dem Platz haben werden. Es ist die beste Motivation für uns, gegen die beste Mannschaft zu spielen. Wir müssen das Spiel auf unsere Seite lenken."

Korkut: "Jeder will spielen"

Während bei den Bayern nach einem gelungenen Saisonauftakt unter Kovac am Freitag die letzten Personalien geklärt wurden - Juan Bernat wechselt zu Paris St. Germain, Jerome Boateng bleibt -, versuchte Korkut, sein Team nach den jüngsten Rückschlägen wieder auf Kurs zu bringen. Er habe schon im Training einen erbitterten Konkurrenzkampf gespürt, so der VfB-Coach: "Jeder will spielen."

Die Auswahl ist groß, nachdem der VfB seinen Kader im Sommer geschickt verstärkt hatte. Dies hatte bei den Anhängern nach Platz sieben als Aufsteiger schon wieder Träume geschürt. Man spreche jedoch "definitiv nicht von irgendwelchen Europacup-Fantasien", hatte Sportvorstand Michael Reschke klargestellt.

Dass der Start des VfB, der seit Bundesliga-Gründung noch nie die ersten beiden Pflichtspiele verloren hat, aber derart holprig wird, hätte Reschke auch nicht gedacht. Dies sei "weit weg von dem, was wir uns vorgestellt haben", sagte der 60-Jährige: "Aber für uns war immer klar, dass wir einen Schritt gemacht haben. Wir sind vernünftig aufgestellt für die Saison. Vor uns liegt zwar ein harter Weg, aber wir sind davon überzeugt, dass es ein guter ist."

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