Die Berliner (l.) sind mit einem Sieg in die neue Saison gestartet
Die Berliner (l.) sind mit einem Sieg in die neue Saison gestartet © Getty Images

Berlin - Hertha BSC startet mit einem Sieg in die Bundesliga. Gegen den Aufsteiger aus Nürnberg gelingt ein knapper Erfolg, die Franken lassen einen Elfmeter ungenutzt.

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Hertha BSC hat dem 1. FC Nürnberg die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga gründlich verdorben. Zum Saisonauftakt besiegten die Berliner den offensiv schlicht zu ungefährlichen Aufsteiger aus Franken mit 1:0 (1:0).

Für Hertha endete damit auch die lange Durststrecke gegen den vermeintlichen Angstgegner, der nach 1568 Tagen erstmals wieder Erstliga-Luft schnupperte. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die Mannschaft aus der Hauptstadt hatte zuvor nur eins der neun vorigen Liga-Spiele gegen den Club gewonnen (1:0 im Mai 2008). Zum Erfolg der jungen Berliner traf Routinier und Hertha-Kapitän Vedad Ibisevic (27.). (DATENCENTER: Die Torjäger der Bundesliga)

Hertha-Keeper Rune Jarstein parierte einen Handelfmeter von Mikael Ishak (84.) und sicherte damit den Berliner Dreier. 

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Nürnberg direkt unter Zugzwang

"Nürnberg war eine sehr gut organisierte, clevere Mannschaft. In der ersten Halbzeit hat uns durch das neue System ein wenig der Mut gefehlt, dennoch sind wir in Führung gegangen. In der Pause haben wir einiges umgestellt. Wir sind sehr zufrieden, dass wir das Spiel zu Ende gebracht haben. Das ist wichtig für die junge Mannschaft", sagte  Hertha-Coach Pal Dardai.

Nürnberg dagegen, das 2014 letztmals aus der Bundesliga abgestiegen war, ist durch die Niederlage am zweiten Spieltag gleich unter Zugzwang. Am kommenden Samstag (ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) reist der FSV Mainz 05 ins Frankenland.

"Wir wollten heute einen guten Auftakt in der ersten Liga machen. Ich denke, das ist uns gelungen. Wir haben einen überzeugenden und couragierten Auftritt hingelegt. Wir haben sicherlich die ein oder andere Chance nicht verwertet. Die guten Standards von Hertha konnten wir nur schwierig verteidigen. Uns muss in den nächsten Monaten und Wochen nicht bange sein", meinte Club-Coach Michael Köllner.

Hertha bekommt es am Sonntag (ab 18.00 Uhr im LIVETICKER) im Ruhrpott mit Vizemeister Schalke 04 zu tun. (Ergebnisse und Spielplan Bundesliga)

Vor 52.729 Zuschauern gestaltete sich die Anfangsphase im Berliner Olympiastadion äußerst arm an Höhepunkten. In den ersten 15 Minuten spielten sich beide Teams keine nennenswerte Chance heraus.

Bei Hertha fehlten in Vladimir Darida, Davie Selke und Mathew Leckie wie schon im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig (2:1) drei Stammelf-Anwärter. Der Rest hatte zu Beginn sichtlich Mühe im Spielaufbau. 

Alles zum 1. Spieltag in der Bundesliga am Sonntag ab 11 Uhr im "CHECK24 Doppelpass" auf SPORT1 mit den Gästen Friedhelm Funkel, Stefan Effenberg und Reinhold Beckmann

Club ohne Kreativität

Erst mit der Zeit drangen die Berliner gefährlicher in den Strafraum der Gäste vor. Nach der bis dato besten Kombination drosch Flügelspieler Valentino Lazaro (21.) den Ball jedoch weit über das Tor.

Nürnberg ließ in der Phase die Kreativität im Angriff vermissen. Ein Fernschuss von Neuzugang Yuya Kubo (24.) war vorerst die herausforderndste Aktion für Hertha-Torwart Rune Jarstein, der jedoch problemlos parierte. 

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Nach dem Treffer von Ibisevic, der nach herausragender Einzelleistung des insgesamt starken Lazaro nur noch einschieben musste, verflachte die Partie erneut.

Hertha stand mit seiner neu formierten Dreierkette recht sicher, Nürnberg fehlten die Ideen in der Vorwärtsbewegung. Nur als Jarstein beinahe ein Einwurf von Außenverteidiger Robert Bauer (32.) durch die Hände glitt, war so etwas wie Gefahr zu verspüren.

Hertha bei Standards gefährlich

Auch im zweiten Durchgang gab Hertha zunächst den Ton an. Immer wieder brachten die Berliner den Ball über mehrere Stationen in die Gefahrenzone. Großchancen gab es aber vor allem nach Standards. Abwehrspieler Niklas Stark (50.) scheiterte nach einem Freistoß von Nationalspieler Marvin Plattenhardt an Torwart Fabian Bredlow. 

Damit Nürnberg auch vor dem Tor zwingender werden konnte, brauchte es Nachlässigkeiten der Berliner. So ließ Stark Kubo im Zweikampf an der Torauslinie zu einfach ziehen, sodass der Japaner Jarstein aus spitzem Winkel prüfen konnte (59.). In der Folge trauten sich die Franken mehr zu und suchten den Abschluss.