München und Frankfurt am Main - Der FC Bayern und Eintracht Frankfurt spielen im Supercup um den ersten Titel der Saison. Niko Kovac und Jerome Boateng stehen im Fokus. Die PK zum Nachlesen.

von Maximilian Lotz , Stefan Kumberger

Für Niko Kovac wird das Duell um den Supercup am Sonntag (20.30 Uhr im LIVETICKER) ein ganz besonderes Spiel.

In der 19. Auflage des Finals zwischen dem deutschen Pokalsieger und dem deutschen Meister trifft Kovac als neuer Trainer des FC Bayern München im ersten Pflichtspiel der Saison auf seinen alten Arbeitgeber Eintracht Frankfurt um dessen neuen Coach Adi Hütter. 

Ungeachtet der Spekulationen um einen Abschied von Jerome Boateng setzt Kovac weiterhin auf den Innenverteidiger. Dass sich Arjen Robben zuletzt für einen Verbleib Boatengs stark machte, wertete Kovac als Beweis für den intakten Teamspirit.

Vor dem Spiel stehen beide Trainer Rede und Antwort.

Die Pressekonferenz zum Nachlesen:

+++ Hütter zum Personal +++

Der neue TorhüterFrederik Rönnow konnte zuletzt nur eingeschränkt trainieren. "Wenn er im Abschlusstraining fit bleibt, steht er auch im Kasten", sagt Hütter. Bei den angeschlagenen Timothy Chandler und Jetro Willems war der Österreicher "optimistisch, dass es für Sonntag reicht".

+++ Hütter freut sich auf Debüt +++

"Ich freue mich sehr auf das erste Spiel. Wenn man in die Bundesliga wechselt und das erste Spiel vor 50.000 Zuschauern im Supercup macht, muss man nicht viel mehr dazu sagen", meint Hütter.

+++ Hütter heiß auf ersten Titel +++

"Dieses Spiel hat einen hohen Stellenwert für uns. Es geht um einen Titel. Und wir wollen diesen Titel holen", sagt der neue Frankfurter Trainer. Er erwarte, "dass die Mannschaft von der ersten Minute an Moral zeigt und beweist, dass sie gewinnen will."

+++ Rebic eine Option für Frankfurt +++

Derweil ergreift Hütter in Frankfurt das Wort.

+++ Keine Fragen mehr an Kovac +++

Die Presserunde an der Säbener Straße ist beendet.

+++ Kovac über technische Hilfen +++

"Wir werden versuchen, das eine oder andere von oben nach unten zu bekommen. Die Erfahrungen, die wir gesammelt haben, sind aber nicht so ganz einfach", sagt Kovac über die Neuerung, dass Funkkontakt mit einem Co-Trainer auf der Tribüne jetzt erlaubt ist.

+++ Kovac über Transferaktivitäten +++

"Wir sind hier in einer sehr guten Situation. Der Kader steht schon. Es ist nicht so wie in Frankfurt, dass erst während der Saison die Spieler dazukommen. Wir haben hier von Beginn an mit allen Spielern zu tun. Das ist ein riesiger Vorteil", sagt Kovac auf SPORT1-Nachfrage.

+++ Kovac freut sich über Robben-Statement zu Boateng +++

Kovac begrüßt die Reaktion von Arjen Robben, der sich am Mittwoch deutlich für einen Verbleib von Jerome Boateng ausgesprochen hatten. "Das zeigt, wie gut der Teamspirit ist. Er ist auf einem sehr hohen Niveau, wenn Spieler sich für einen Mitspieler aussprechen. Das zeigt, dass es absolut stimmt. Das freut mich. Das zeichnet eine Fußballmannschaft aus. Wenn wir alle gemeinsam in eine Richtung laufen, ist das ein gutes Zeichen für jeden Trainer. Arjen war nicht der einzige, der sich für Jerome stark gemacht hat. Was passiert, weiß ich nicht und kann ich nicht sagen", sagt Kovac. "Auf jeden Fall bin ich sehr zuversichtlich, dass wir so als Team die Saison erfolgreich bestreiten werden."

+++ Kovac über U19-Trainer Klose +++

"Ich finde es gut, wenn man als Ex-Profi unten anfängt. Ich habe in Salzburg auch im Nachwuchsbereich angefangen. Miro hat keinen Druck, er kann in Ruhe etwas aufbauen. Die Jungs werden alles von ihm aufsaugen", sagt Klose über das bevorstehende Debüt von U19-Trainer Miroslav Klose.

+++ Kovac über bisherige Vorbereitung +++

"Wir sind gut drauf, aber wissen auch, dass wir noch etwas zu tun haben und noch ein, zwei Wochen brauchen", sagt Kovac zum Stand der Vorbereitung.

+++ Boateng eine Option für Sonntag +++

"Boateng ist fit und auch eine Option für Sonntag", sagt Kovac über den wechselwilligen Innenverteidiger.

+++ James nicht im Training +++

"James hat heute morgen nicht mittrainiert. Er hat im Spiel gegen Rottach einen Schlag aufs Sprunggelenk abbekommen. Ich habe 19 Spieler und einen angeschlagenen James. Ich werde einige Spieler zuhause lassen müssen", sagt Kovac.

+++ Kovac über den Transfermarkt +++

"Wer viel Geld ausgibt, hat noch lange nicht die Garantie, dass man erfolgreich ist", sagt Kovac über die Unterschiede auf dem Transfermarkt mit Blick auf England. "Wenn man 80 Millionen Euro für einen Torhüter ausgibt, sieht man, wohin die Entwicklung geht. Gerade bei englischen Klubs ist das Geld da. Beim FC Bayern ist es eine über Jahrzehnte gewachsene Struktur. Wir haben keinen Investor, aber Fachleute, die den Fußball aus dem Eff-Eff kennen. Wir werden dem weiter treu bleiben. In Deutschland wird sich die Struktur nur schwer ändern."

+++ Kovac über Gnabry +++

"Serge kann viele Positionen spielen. Alle, die er in der Vorbereitung gespielt hat, hat er gut gespielt. Wo wir ihn einsetzen werden, das hängt von vielen Faktoren ab, die kann ich nicht alle aufzählen", sagt Kovac.

+++ Frankfurt-Vergangenheit hilft Kovac +++

"Wir werden jeden Gegner akzeptieren und auf die Stärke und Schwächen eingehen. Ich kenne die Mannschaft sehr gut. Ich werde die Stärken und Schwächen der Mannschaft erwähnen und hoffe, dass meine Mannschaft die nutzen wird", sagt Kovac.

+++ Kovac über die Aufstellung +++

"Wir werden etwas mixen müssen. Der Stand der Nationalspieler ist gut. Ich war überrascht. Ich werde auf jeden Fall Spieler einsetzen, die etwas später zurückgekommen sind", sagt Kovac über die Aufstellung.

+++ Rebic über neuen Vertrag +++

In Frankfurt äußert sich auch Ante Rebic zu seiner Vertragsverlängerung.

+++ Kovac über Rebic +++

"Ich möchte der Eintracht gratulieren. Dass sie mit Ante verlängern konnten, spricht für den Klub und dessen Ambitionen. Er ist schon ein Idol in Frankfurt. Er hat das Pokalendspiel entschieden. Wir wissen um seine Stärken und wissen, worauf wir aufpassen müssen", sagt Kovac. "Er hat sehr große spielerische Qualität und Leidenschaft. Aber man weiß ja, wer auf unseren Außenpositionen spielt, daher hätte das überhaupt keinen Sinn gemacht."

+++ Kovac hofft auf warmen Empfang +++

"Ich weiß nicht, was mich erwarten wird. Ich glaube schon, dass die Fans die gemeinsame Zeit nicht vergessen haben. Es war eine schöne Zeit. Mit dem Pokalsieg haben wir alles richtig gemacht. Ich glaube, die Fans werden honorieren, was wir geleistet haben", sagt Kovac über den Empfang an alter Wirkungsstätte.

+++ Kovac peilt Triumph an +++

"Wir werden nach Frankfurt fahren, um zu gewinnen und den Pokal in den Händen zu halten", sagt Kovac. "Die Spieler wollen immer gewinnen."

+++ "Besonderes Spiel" +++ 

"Es ist ein besonderes Spiel. Ich habe dort zweieinviertel Jahre erfolgreich gearbeitet", sagt Kovac.

+++ "Keine Verletzten" +++

"Die Jungs haben die sechste Trainingswoche hinter sich. Im Moment sieht es sehr gut aus. Wir haben keine Verletzten. Mit dem Stand bin ich absolut zufrieden", beginnt Kovac seine Ausführungen.

+++ Kovac legt los +++

Der Bayern-Trainer nimmt auf dem Podium im Presseraum an der Säbener Straße Platz.

+++ Eintracht bindet Rebic +++

Der heftig umworbene Offensivspieler Ante Rebic bleibt Pokalsieger Eintracht Frankfurt treu.

Der 24 Jahre alte kroatische Vize-Weltmeister verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2022. Das gab Sportvorstand Fredi Bobic am Freitag bekannt.

Rebic war unter anderem beim englischen Rekordmeister Manchester United, aber auch beim FC Bayern mit dem ehemaligen Frankfurter Coach Niko Kovac im Gespräch gewesen.

Um den dynamischen Angreifer aber am Main zu halten, sind die Verantwortlichen "an die Grenze gegangen", sagte Bobic: "Wir haben alles reingelegt, was wir reinlegen können."

+++ Bayern schießen sich warm +++

Am Mittwoch gewann das Team von Trainer Niko Kovac zum Abschluss des Trainingslagers gegen den Zehntligisten FC Rottach-Egern mit 20:2 (7:2).

Am Südufer des Tegernsees erzielten Kingsley Coman (1., 13., 16.), Robert Lewandowski (19., 33., 45.), Sandro Wagner (56., 63., 68.) und Nachwuchsspieler Maximilian Franzke (62., 74., 80.) jeweils drei Tore. Zur Pause wechselten die Bayern auf allen elf Positionen.