München - Bastian Schweinsteiger ist wieder beim FC Bayern - für sein Abschiedsspiel. Geht es nach den Bossen Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Ex-Coach Jupp Heynckes, soll der Weltmeister gerne noch länger bleiben.

von Christian Paschwitz

Noch einmal wird Bastian Schweinsteiger dieses besondere Gefühl inmitten der großen Familie des FC Bayern genießen. Es dürfte höchst emotional zugehen, wenn der 2014er-Weltmeister, jahrelang der personifizierte Mister FCB und mittlerweile in Diensten von Chicago Fire, sein Abschiedsspiel für den deutschen Rekordmeister absolviert (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER).

Es ist alles angerichtet für den großen Abgang in der Allianz Arena - bereits am Sonntag hatte Schweinsteiger an der Säbener Straße zu spüren bekommen, dass er irgendwie immer noch dazugehört bei den Münchnern.

Beim Training mit seinem aktuellen Team auf dem Klubgelände gab es viel Applaus für ihn, Schweinsteiger wiederum gab den zahlreichen Bayern-Fans lange Autogramme.

So als wäre er nie weggewesen. Wenn es nach den Bayern-Granden geht, würden sie ihn nun am liebsten für immer halten. Deutlich wurde das auch, als er am Montag mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet wurde.

Hoeneß lockt Schweinsteiger  

Weniger wegen Ministerpräsident Markus Söder ("Sie sind Bayern und haben für Bayern Hervorragendes geleistet"), der dem 34-Jährigen die Auszeichnung im Marmorsaal des Prinz-Carl-Palais in München überreichte.

Vielmehr weil die Klubbosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß ihrem Altstar demonstrativ die Tür für eine spätere Funktionärskarriere im Verein offenhielten. Sollte Schweinsteiger mal Lust haben, werden er und Rummenigge "das immer begrüßen", lockte insbesondere Hoeneß.

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Klar: Die Bayern stehen auch auf Führungsebene vor einem Umbruch, die Ära Hoeneß/Rummenigge endet in nicht mehr allzu weiter Zukunft.

Mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Trainer Niko Kovac wurden bereits zwei Ex-Spieler in wichtigen Positionen untergebracht - dazu wird Philipp Lahm seit längerem für ein Hochkaräter-Amt gehandelt. 

Heynckes bringt Heynckes für Bayern-Job ins Gespäch

Dass Schweinsteiger für einen Job in der Führungsetage ebenso gut taugen könnte, glaubt auch Jupp Heynckes. In einem Interview mit der Abendzeitung erklärte der Ex-Trainer: "Von seinem Renommee her, seinem Image, seinem Charakter und seiner Historie im Fußball ist er prädestiniert, eine Führungsposition beim FC Bayern einzunehmen."

Was Schweinsteiger aus dem Angebot und den Vorschusslorbeeren macht, bleibt abzuwarten - geschmeichelt fühlen dürfte er sich aber allemal.

Als er als 18. Spieler in die Hall of Fame des FC Bayern aufgenommen wurde, neben einem eigenen Stern in der Erlebniswelt in der Allianz Arena von Rummenigge auch noch den traditionellen roten Trachtenjanker übergestreift bekam, erklärte der 121-malige Nationalspieler bewegt: "In einem Atemzug mit solchen Persönlichkeiten genannt zu werden, ist eine große Ehre. Ich bin sehr stolz darauf."

Womöglich steigert sich Schweinsteigers Stolz in nächster Zeit noch einmal, sollte eine Rückkehr zu den Bayern Realität werden. 

So können Sie Schweinsteigers Abschiedsspiel live erleben:

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