Eintracht Frankfurt v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga
Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann könnte Spieler bald aufgrund von App-Daten auswechseln © Getty Images

Die TSG Hoffenheim wünscht sich, mehr Technik in der Liga einsetzen zu dürfen. Julian Nagelsmann kann sich vorstellen, bei Auswechslungen an der App zu orientieren.

Ab der kommenden Saison erlaubt die DFL den Bundesliga-Trainern die Nutzung von mobilen Geräten auf der Ersatzbank.

Trainer Julian Nagelsmann von der TSG Hoffenheim möchte noch einen Schritt weiter gehen.

Er wünscht sich, dass die iPad-App, die Nagelsmann bereits im Training zur Belastungssteuerung nützt, bald auch während Bundesliga-Partien verwendet werden darf. 

"Das Spiel ist sehr anspruchsvoll, psychisch und physisch. Es wäre sinnvoll, wenn wir die Technik nutzen könnten. Ich würde es begrüßen, und ich glaube, die Mannschaft würde das auch annehmen", wird TSG-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich in der Sport Bild zitiert.

Bisher kommt die Technik nur im Training zum Einsatz, da man in Bundesliga-Spielen den Puls nicht messen darf. Die Daten der Puls- und Herzfrequenz geben Aufschluss, wann ein Spieler seine Belastungsgrenze erreicht. Wenn das geschieht, nimmt Nagelsmann diesen aus dem Training.

Nagelsmann: Auswechslung nach App möglich

Nagelsmann ist überzeugt davon, dass diese Daten auch bald während Spielen erhoben und verwendet werden dürfen. Der 30-Jährige kann sich sogar vorstellen, sich bei den Auswechslungen an der App zu orientieren.

"Ich hätte kein Problem damit, einen Spieler auszuwechseln, wenn er über seinem Limit spielt. Sonst verletzt er sich womöglich, und ich sehe ihn wochenlang nicht wieder", sagte Nagelsmann.

Ob er aber noch als Trainer von Hoffenheim tätig ist, wenn dieses technische Hilfsmittel erlaubt sein wird, darf bezweifelt werden. Nagelsmann wird im Sommer 2019 Trainer von RB Leipzig.