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München - Nicht nur Niko Kovac glaubt, dass Serge Gnabry beim FC Bayern für Furore sorgen kann. Zwei Vereins-Legenden werden um Spielzeit bangen müssen.

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Im Vergleich zu Mario Götze hat Serge Gnabry ein modisches Schnäppchen gemacht.

Während der heutige BVB-Spieler die Bayern bei seiner Vorstellung einst mit falschem Sponsor brüskierte und dafür mit einer Geldstrafe im fünfstelligen Bereich belegt wurde, überzeugte Gnabry am Montag mit einer Hommage an Basketball-Star LeBron James.

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Polohemd. Rot-weiß gestreift. Von Gucci. Kostenpunkt: knapp 500 Euro.

Gnabry als Hoffnungsträger

Passenderweise war am Tag von Gnabrys Präsentation in München bekannt geworden, dass sich "King" James den Los Angeles Lakers anschließen wird.

Dort soll er einen sportlich seit Jahren darbenden Riesen wiederbeleben. Ganz so dramatisch ist die Situation beim Deutschen Rekordmeister nicht. Dennoch waren auch die Münchner mit der letzten Spielzeit nur bedingt zufrieden.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic wird trotzdem nicht müde zu betonen, dass er dem aktuellen Kader, der bislang nur punktuell verstärkt wurde, vertraut - auch weil Gnabry nun über Umwege endlich in München angekommen ist.

Endlich gut genug für Bayern

Schon als er im Sommer 2016 vom FC Arsenal zu Werder Bremen wechselte, hielt sich hartnäckig das Gerücht, der FC Bayern habe eine Art Vorkaufsrecht.

Offiziell verpflichtet haben ihn die Münchner dann vor zwölf Monaten für acht Millionen Euro, liehen ihn aber direkt an die TSG Hoffenheim aus.

Nun ist man davon überzeugt, dass Gnabry auch für den Rekordmeister eine Verstärkung sein kann.

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"Ich bin mir sicher, dass er seine Stärken Schnelligkeit, Dribbling, Torgefahr weiter ausbauen kann. Wir erwarten uns viel, weil er große Qualität hat", lobte Salihamidzic.

Gnabry macht Druck auf Robbery

Qualitäten, die man bei den Bayern bislang vor allem Franck Ribery und Arjen Robben zuspricht.

Während LeBron James nun in Los Angeles das Zepter schwingt, regiert in München nach wie vor Ribery. 2010 blickte er im blauen Königshermelin von einem Werbeplakat auf das Volk der bayerischen Landeshauptstadt hinab.

Acht Jahre später ist der Franzose 35 Jahre alt. Royale Leistungen sind nur noch in Teilzeit abrufbar. Stolz und Ehrgeiz hingegen befinden sich nach wie vor auf Sonnenkönig-Niveau.

Mit Gnabry bekommen Robben und Ribery nun neben Kingsley Coman einen weiteren Konkurrenten. Einer, der weiß was er will - und was er kann.

"Ich bin ein offensiver Spieler, der gerne ins Dribbling geht. Beim Torabschluss habe ich mich verbessert. Meine Schwächen werde ich verbessern", kündigte Gnabry an. Gelingt ihm das, habe er auch die Nationalmannschaft fest im Blick.

Kovac als Trumpf für Gnabry

Dass mit Niko Kovac ein neuer, unvoreingenommener Trainer an der Seitenlinie steht, dürfte dem gebürtigen Stuttgarter sicherlich in die Karten spielen. Zumal der bisherige Frankfurter Coach große Stücke auf seinen neuen Schützling hält.

"Er hat Qualitäten, die Bayern und auch die Nationalmannschaft suchen: Er ist schnell, torgefährlich, hat in Eins-gegen-Eins-Situationen Lösungen - er kann den Unterschied ausmachen", lobte der 46-Jährige.

Bis der Offensivspieler auf dem Platz wieder für Glanzpunkte sorgen kann, und damit auch für das DFB-Team wieder ein Thema wird, wird es allerdings noch dauern.

Gnabry arbeitet am Comeback

Nach einem im April erlittenen Muskelbündelriss im Adduktorenbereich befindet er sich derzeit noch im Aufbautraining. Schon seit einigen Wochen arbeitet er an der Säbener Straße an seinem Comeback.

"Der Ball wird bald zurückkommen. Aber ich muss mir Zeit lassen, bis ich voll einsteige. Da entscheide ich nach Gefühl", erklärte der 22-Jährige.

Das hatte ihn ja schon bei seiner T-Shirt-Wahl nicht im Stich gelassen.