Miami - Trotz zweier Pleiten dürfen sich Franck Ribery und Arjen Robben als Gewinner von Bayerns USA-Reise fühlen. Beide sind topfit und wirbeln wie in jungen Jahren.

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Mit zwei USA-Pleiten im Gepäck wird der FC Bayern um 11.20 Uhr am Münchener Flughafen wieder auf deutschen Boden treffen. Mit an Bord hat der Rekordmeister dann auch zwei Oldies, die sich nach siebentägiger Amerika-Schufterei als Gewinner der Reise fühlen dürfen: Franck Ribery und Arjen Robben.

"Es gibt nur gute und weniger gute Spieler. Und die beiden sind richtig gut, egal in welchem Alter", lobte Coach Niko Kovac nach der 2:3-Niederlage gegen Manchester City sein Duo ausdrücklich.

Nicht nur der neue Bayern-Trainer bemerkte, dass Ribery (35 Jahre) und Robben (34) eine Glanzleistung abgeliefert hatten, wenngleich die Bayern gegen eine No-Name-Elf des englischen Meisters angetreten waren. Auch die Fans zeigten sich entzückt ob ihrer Darbietungen. Ribery wurde bei seiner Auswechslung von 29.195 Zuschauern mit Standing Ovations verabschiedet.

FC Bayern: Ribery auf ungewohnter Position

Kapitän Ribery agierte sogar auf neuer Position im halblinken, zentralen Mittelfeld, zog das Spiel an sich, war trickreich, spielte wunderbare Pässe in die Schnittstellen und bediente Robben mustergültig vor dessen Lupfer-Traumtor zum 2:0.

"Ich habe auf dieser Position des Zehners noch nicht gespielt. Es war komisch, aber es war schön. Ich hatte ein gutes Gefühl", sagte Ribery anschließend.

Kovac fügte hinzu, dass er ihm diese Rolle auch für die Saison zutraue.

Robben als unermüdlicher Antreiber

Und Robben? Der Niederländer beackerte einmal mehr die rechte Außenbahn, trieb seine Mannen immer wieder an und legte ab der 80. Minute auch konditionell noch mal nach. Der Linksfuß suchte immer wieder den Torabschluss, flankte und war brandgefährlich – oftmals im Zusammenspiel mit Ribery, der sich zwischendurch kleinere Erholungspausen gönnte. "Wir lieben beide den Fußball. Es ist das neunte Jahr, wo wir zusammen auf dem Platz stehen. Es macht einfach Spaß mit ihm", schwärmte Robben.

Und Ribery fügte hinzu: "Wir haben sehr viel Erfahrung. Wir haben sehr gut gearbeitet und sind immer hungrig. Wir sind Profis." Auch der Franzose lobte das Zusammenspiel: "Es hat gut funktioniert. Wir wollen beide schnell nach vorne spielen. Das ist schön für uns und für die Mannschaft."

FC Bayern: Konkurrenzkampf läuft auf Hochtouren

Stimmt, denn ein positiver Nebeneffekt der starken Frühform des Duos  ist, dass die unmittelbaren Konkurrenten Serge Gnabry (rechts) und Kingsley Coman (links) den Konkurrenz-Kampf voll annehmen. Auch sie zeigten gegen die Citizens - wie schon gegen Juventus Turin (0:2) - eine ansprechende Leistung. Neuzugang Gnabry sogar auf der ungewohnten Position des Rechtsverteidigers, direkt hinter Robben.

Die beiden Routiniers indes profitieren sichtlich vom harten Training unter Kovac. Beide sind vom ersten Vorbereitungstag voll dabei, blieben bisher verletzungsfrei und zogen auch bei den acht USA-Trainingseinheiten voll mit.

"Ich bin vor allem froh, dass wir beide fit sind. Bevor wir an der Säbener Straße angefangen haben, haben Franck und ich auch schon gut im Urlaub trainiert. Wir sind beide gut gestartet. Wenn die Verletzungen wegbleiben, sind wir noch fit und jung", versprach Robben.