Dortmund - BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke spricht über Cristiano Ronaldos Wechsel und sieht die Ablösesumme auch für Dortmund machbar. Die Sache hat jedoch einen Haken.

von Milena Belogortseva

Es ist der Transfer-Hammer dieses Sommers: Cristiano Ronaldo wechselt von Real Madrid in die Serie A zu Juventus Turin.

112 Millionen Euro überwies der italienische Meister für den portugiesischen Superstar nach Spanien.

Eine stolze Summe.

Nicht für Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund.

"Seine Ablösesumme hätte der BVB vielleicht auch noch zusammengekriegt", sagte Watzke in der ZDF-Talkshow Markus Lanz.

Jahresgehalt von Ronaldo zu hoch für BVB

Stemmen könne man in Dortmund einen solchen Transfer aber letzlich doch nicht, stellte Watzke sogleich klar.

An den 30 Millionen Euro Gehalt scheitere es, solch eine Summe sei für den BVB "völlig ausgeschlossen".

Denn mit dem Vierjahresvertrag, den Ronaldo in Turin unterschreibt, beläuft sich der Deal isgesamt auf 232 Millionen Euro.

Watzke ging auch auf die positive Wirkung des Ronaldo-Transfers auf die Serie A im Allgemeinen ein.

"Die italienische Liga ist nicht mehr die, wo jeder Superstar spielen will", sagte Watzke. Dies sei vor 30 Jahren der Fall gewesen, aber mit Ronaldo kriege sie "einen unfassbaren Schub."

Trotz seines Alters werde Ronaldo noch drei Jahre auf gutem Niveau spielen, ist sich Watzke sicher. Nicht nur sportliche Leistung sei heutzutage von Wert, sondern auch 300 Millionen Follower in den sozialen Netzwerken.

Dembeles unwürdiger Abgang

Darüber hinaus stößt Watzke der Fall Ousmane Dembele noch immer sauer auf.

Daraus zieht Dortmund nun die Konsequenzen.

"Der Nächste wird längere Zeit auf der Tribüne sitzen", drohte der BVB-Boss in der ZDF-Sendung. Fans würden sich von so einem Verhalten angewidert fühlen.

Dembele war in der Vorsaison vor seinem Wechsel zu FC Barcelona in einen Trainingsstreik getreten. Dortmund kassierte letztlich 120 Millionen Euro für den Franzosen.

"Wenn Spieler streiken und dem Verein nur eine einzige Handlungsalternative geben, kann man das als Erpressung bezeichnen", brachte es Watzke auf den Punkt.