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München - Dortmund befindet sich noch auf der Suche nach einem Angreifer. Dabei machen vier Spieler Hoffnung, die Lücke zumindest vorübergehend intern schließen zu können.

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In der Hitze des aktuellen Sommertransferfensters werden vor allem für Offensivspieler unverhältnismäßig hohe Summen aufgerufen.

Auch Borussia Dortmund befindet sich noch auf der Suche nach einem Stoßstürmer. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat bereits angekündigt, dass er für den perfekten Kandidaten auch nicht vor einem Rekord-Transfer zurückschrecken würde. Für Ex-Borusse Robert Lewandowski wäre der BVB-Boss bereit "auch mal 100 Millionen Euro zu zahlen", sagte er jüngst der Sport Bild.

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Eine Rückkehr des Polen ist natürlich ausgeschlossen. Und es stellt sich durchaus die Frage: Braucht das Team von Trainer Lucien Favre überhaupt einen Nachfolger für Pierre-Emerick Aubameyang und Michy Batshuayi?

BVB-Trio sticht auf USA-Reise heraus

Auf der aktuellen USA-Tour sticht nämlich ein Trio besonders heraus und macht Hoffnung für die anstehende Saison. Während Christian Pulisic beim 3:1 gegen den FC Liverpool mit zwei Toren und einer Vorlage glänzte, stachen gegen Benfica Lissabon (3:4 n.E.) Mario Götze und Sturm-Platzhalter Maximilian Philipp heraus.

Der 19 Jahre alte Pulisic hatte in der Vorsaison blendend begonnen, litt dann aber sichtlich unter dem steigenden Erwartungsdruck und der fehlenden Konstanz auf dem Trainer-Chefsessel. Unter Talentforderer und -förderer Favre könnte ihm nun der endgültige Durchbruch gelingen.

Für Götze bietet sich nach einer durchwachsenen Vorsaison und der verpassten WM die Chance zum Neustart - womöglich in neuer Rolle. Favre setzte Götze beim 1:0-Erfolg gegen Austria Wien auf der Sechser-Position ein. In den Partien des ICC lenkte er das Dortmunder Spiel im Wechsel von der Acht und der Zehn.

Gegen Manchester City traf er per Elfmeter, gegen Benfica leitete er die Dortmunder Führung ein und bereitete den zweiten BVB-Treffer mit einem herrlichen Lupfer auf Philipp vor. Es scheint, als ob Götze mit dem Trainerwechsel neues Selbstvertrauen gefunden hat.

Reus als vierten Trumpf in der Hinterhand

Doppel-Torschütze Philipp zeigte nach seinem Wechsel aus Freiburg bereits in der vergangenen Saison seine Torgefahr, bevor ihn eine schwere Knieverletzung etwas aus der Spur brachte. An den ersten neun Spieltagen gelangen ihm fünf Treffer, danach kamen nur noch vier dazu. Allerdings muss man dem 24-Jährigen zugute halten, dass auch die restliche Mannschaft in diesem Zeitraum nicht die gewohnte Leistung brachte. Nun ist Philipp wieder fit und füllt im momentanen Angreifer-Vakuum des BVB die für ihn ungewohnte Rolle gut aus.

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Und mit Marco Reus wurde die vierte Trumpfkarte der BVB-Offensive noch gar nicht gespielt. Reus hatte einst unter Favre bei Borussia Mönchengladbach den Durchbruch geschafft. Nach der WM soll Reus spätestens zum Saisonstart mitwirbeln und aus dem Trio ein Quartett machen. 

Bei Gladbach - wie auch teilweise in der vergangenen Saison - fungierte Reus bereits als zentraler Angreifer, so dass auch er die Rolle von Philipp einnehmen kann.

Zorc sieht keinen Zwang beim BVB

Der BVB steht somit erst einmal ordentlich da und ist nicht genötigt, auf Teufel komm' raus für einen Mondpreis einen Knipser herbeizuschaffen. Durch die früher schließenden Transferfenster in England und Italien könnten die Dortmunder mit etwas Geduld und Coolness stattdessen ein echtes Schnäppchen landen.

Als Kandidaten werden Ex-Leihgabe Michy Batshuayi und Alvaro Morata (beide FC Chelsea) gehandelt. Auch der Name Mario Mandzukic kursierte zuletzt, doch Juventus will den kroatischen Vizeweltmeister nicht abgeben. Wie Watzke der Sport Bild sagte, ist daher ein Transfer auch kein Thema.

Sportdirektor Michael Zorc sieht den BVB generell bei der Besetzung des Sturmzentrums nicht in der Pflicht: "Falls sich kein Transfer ergibt, der uns sportlich komplett überzeugt, werden wir auch nichts machen."

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