Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt wird bei der Suche nach einem Nachfolger für Niko Kovac in der Schweiz fündig. Der Trainer der Young Boys Bern kommt.

Überraschende Wende bei der Trainersuche von Eintracht Frankfurt:

Der Österreicher Adi Hütter wird neuer Coach der Hessen. Das bestätigte der Pokalfinalist, der am Samstag im DFB-Pokalfinale in Berlin auf Rekordsieger Bayern München (20 Uhr im LIVETICKER) trifft, am Mittwoch.

Hütter unterschreibt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021.

"Adi ist ein echter Fußballfachmann, der diesen Sport durch und durch lebt. Seine Vita ist beeindruckend, denn er hat nachhaltig bei mehreren Klubs bewiesen, dass er mit harter Arbeit auch aus geringen Möglichkeiten das Optimum herausholen kann", sagte Sportvorstand Fredi Bobic.

Hütter passe "perfekt zu unserem Klub". Da der Trainer allerdings noch ein Jahr in Bern unter Vertrag steht, muss die Eintracht eine Ablöse bezahlen.

Hütter feiert historischen Erfolg

Hütter wird dort die Nachfolge von Niko Kovac antreten, der ab der kommenden Saison den FC Bayern betreut.

"Ich habe bei den Young Boys drei wunderbare Jahre erlebt und mich extrem wohl gefühlt. Ich werde diese Zeit immer in bester Erinnerung behalten, insbesondere natürlich den Gewinn des Meistertitels und die einzigartigen Emotionen und Feierlichkeiten", erklärte Hütter.

Mit dem Wechsel zu Eintracht Frankfurt gehe für ihn "ein Traum in Erfüllung. Als Spieler blieb mir die Bundesliga verwehrt, obwohl ich einmal ein Angebot hatte. Als Trainer hatte ich bereits das eine oder andere Angebot aus der Bundesliga ausgeschlagen. Aber nun freue ich mich umso mehr darauf, in der Liga des Weltmeisters tätig sein zu können."

Die Young Boys Bern hatte er in seiner dritten Saison zum ersten Meistertitel in der Schweiz seit 32 Jahren geführt und den übermächtigen FC Basel, der achtmal in Folge Meister geworden war, vom Thron gestoßen.

An seiner Seite war dabei der frühere Eintracht-Kapitän Christoph Spycher, der bei den Young Boys als Sportchef arbeitet.

Double mit Young Boys Bern möglich

Am 27. Mai kann Hütter mit einem Sieg im Pokalfinale gegen den FC Zürich sogar das Double holen. "Wir wünschen ihm dafür natürlich alles Gute", sagte Bobic.

Der frühere österreichische Nationalspieler erreichte als Spieler das UEFA-Pokal-Finale, seine erste Trainerstation hatte er in der Jugend von Red Bull Salzburg.

2015 gelang dem Vorarlberger mit RB Salzburg der Titelgewinn in seinem Heimatland.

Als Spieler war Hütter für den SCR Altach, den Grazer AK, LASK Linz, Austria Salzburg und Kapfenberg aktiv, dazu kamen 14 Länderspiele für Österreich.

Mehrere Kandidaten in der Verlosung

Lange Zeit galt der ehemalige kroatische Nationaltrainer Slaven Bilic nach SPORT1-Informationen als Wunschlösung. Allerdings widersprach die Eintracht entsprechenden Berichten auch in Frankurter Medien nach der Einigung mit Hütter.

Bobic machte aber keinen Hehl daraus, dass mehrere Kandidaten in der Verlosung waren: "Aber Adi war immer vorne dabei und unsere konstruktiven Gespräche sind letztendlich zu einem guten Ergebnis gekommen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit."