FC Schalke 04 v 1. FC Koeln - Bundesliga
Clemens Tönnies ist seit 2001 Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04. © Getty Images

Schalke-Präsident Clemens Tönnies zeigt sich angesichts der Abgänge von Leon Goretzka und Max Meyer verbittert. Beide Spieler seien dem Ruf des Geldes gefolgt, kritisiert er.

Beim FC Schalke sind bekanntlich viele Emotionen im Spiel. Wer für Königsblau spielt, identifiziert sich mit dem Klub. Das war bislang ein eisernes Gesetz im Revier.

Doch im Fußball hat Treue nun mal Grenzen. Erst recht, wenn Geld eine Rolle spielt. Vor diesem Hintergrund hat Klubboss Clemens Tönnies die bevorstehenden Abgänge von Leon Goretzka und Max Meyer kritisiert.

"Der Zug des Geldes hat die Emotionen überholt", sagte Tönnies bei Sky. "Diejeningen, die ewig in einem Verein bleiben - da gibt es nicht mehr so viele."

Vorbild Hector und Horn? "Goretzka und Meyer andere Nummer"

Eine deutliche Spitze gegen die beiden Spieler - zumal Tönnies einen Vergleich zu den Kölnern Jonas Hect und Timo Horn bemühte, die sich jüngt trotz drohenden Abstiegs zum FC bekannt hatten.

"Ich finde es positiv bemerkenswert und gut, dass Horn und Hector jetzt beim 1. FC Köln verlängern", befand Tönnies - mit dem Nachsatz: "Bei Leon Goretzka und Max Meyer war das eine andere Nummer. Da waren die Berater intensiv eingebunden."

Goretzka wechselt im Sommer ablösefrei zum FC Bayern. Meyer wurde in dieser Woche endgültig aussortiert, nachdem er ein Angebot auf Vertragsverlängerung ausgeschlagen hatte. 

Manager Christian Heidel ließ zuletzt keinen Zweifel daran, dass auch Meyer den Klub verlassen werde. Der Spieler selbst hat Schalke bereits aus seinen Social-Media-Profilen gelöscht.

Tönnies bedauert den doppelten Abgang, sagte: "Schade, aber wir spielen weiter Fußball."

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