Christian Titz und Lewis Holtby sind privat befreundet. In Sachen Trainer-Kritik hält Titz die Worte seines Spielers aber für "unangemessen" © imago

In der Euphorie des Erfolgs erlaubt sich Lewis Holtby eine Breitseite gegen frühere HSV-Trainer. Christian Titz ist das unangenehm.

Lewis Holtby ist der größte Befürworter von Christian Titz als Trainer des Hamburger SV. Vielleicht hat er sich deshalb eine Spitze gegen dessen Vorgänger im selben Amt erlaubt. 

Nach dem Sieg in Wolfsburg tönte Holtby im ZDF: "Wir spielen das erste Mal seit vier Jahren Fußball. Das sind harte Töne, aber ich stehe dazu, weil es die Wahrheit ist."

Unverholene Kritik an den früheren HSV-Trainern Markus Gisdol und Bernd Hollerbach. Die hatten Holtby ausgemustert und danach kaum noch beachtet. 

Titz über Holtby: "Nicht angemessen"

Sonderlich erfolgreich waren sie mit diesem Kurs jedenfalls nicht. Nach dem Geschmack von Titz hätte sein Spieler das aber nicht unbedingt öffentlich kundtun müssen. Jedenfalls nicht in der Form.

"Das war nicht angemessen und überzogen. Es war mir unangenehm für die Kollegen", sagte Titz im Sportstudio. "In der Euphorie rutscht einem so was mal raus."

Tatsächlich hält Titz Holtby nämlich für einen "herzensguten Mensch mit einer hohen Sozialkompetenz". Die beiden sind auch privat befreundet.