MSV Duisburg v 1. FC Koeln - 2. Bundesliga
Holger Stanislawski trainierte zuletzt den 1. FC Köln © Getty Images

Ex-Bundesliga-Trainer Holger Stanislawski kritisiert die Bosse des Hamburger SV. Leipzig und Freiburg könnten dem abstiegsbedrohten HSV als Vorbild dienen.

Der ehemalige Bundesliga-Trainer Holger Stanislawski hat die Verantwortlichen des abstiegsbedrohten Hamburger SV scharf kritisiert.

"Beim HSV könnte jeder Trainer oder Sportdirektor werden, weil es keine Philosophie gibt", sagte Stanislawski der Bild.

Der HSV, der sich im Abstiegskampf der Bundesliga mit dem Rücken zur Wand befindet, hat mit Christian Titz bereits den dritten Trainer in dieser Saison.

Laut Stanislawski haben diese drei zudem alle eine unterschiedliche Spielphilosophie: "Da ist Markus Gisdol, der seine Vorstellungen hat. Ein Bernd Hollerbach hat andere und Christian Titz wieder andere. Da gibt es keine Philosophie. Jeder kocht sein eigenes Süppchen."

Stanislawski lobt Leipzig und Freiburg

Viel besser als Hamburg würden es dagegen RB Leipzug und SC Freiburg machen, die eine bestimmte Philosophie haben, die Trainer und Spieler konsequent verfolgen müssen: "Da kommen höchstens zwei, drei Trainer infrage."

Dem Hamburger SV fehlt demnach dagegen jegliche Philosophie wie sie erfolgreiche Vereine wie der FC Bayern besitzen. Diese gibt der Klub vor und ändert sich deshalb nicht bei jedem neuem Trainer.

"Würde Niko Kovac die Philosophie nächste Serie bei Bayern ändern wollen, säße er nach acht Wochen zu Hause auf seiner Couch und müsste Fußball am TV gucken", sagte Stanislawski.

Der HSV braucht am Samstag dringend einen Sieg in Wolfsburg (ab 15.30 Uhr im LIVETICKER), wenn er den Abstieg in die 2. Bundesliga noch verhindern will.