Lewis Holtby trifft für den Hamburger SV
Lewis Holtby trifft für den Hamburger SV © Imago

Der Hamburger SV schafft beim VfB Stuttgart ein respektables Unentschieden. Im Abstiegskampf dürfte der Punkt allerdings zu wenig sein.

Der Hamburger SV hat noch einmal ein kleines Lebenszeichen gesendet, im Kampf gegen den Abstieg dürfte es aber zu schwach gewesen sein. Durch ein 1:1 (1:1) beim VfB Stuttgart konnte das Gründungsmitglied der Bundesliga den Rückstand auf Platz 16 nur auf zunächst sechs Punkte verkürzen. (Die Tabelle der Bundesliga)

Die Hanseaten sind nun in 15 Spielen nacheinander sieglos, beim aufstrebenden VfB, der die Teilnahme an der Europa League nun aus den Augen verloren haben dürfte, gab es das sechste Unentschieden dieser Serie.

"Wir sind ein Stück weit enttäuscht, denn wir wissen, dass uns in unserer Situation nur Siege helfen", sagte HSV-Trainer Christian Titz. Deenoch war er mit der Leistung seiner Schützlinge insgesamt zufrieden. "Bis auf das Ergebnis haben wir einige Dinge gut gemacht."

Holtby macht HSV Mut

Stuttgarts Coach Tayfun Korkut war dagegen vor allem in den ersten 45 Minuten nicht einverstanden. "Es war das erwartet schwierige Spiel. Wir hatten in der ersten Halbzeit in der ein oder anderen Situation große Probleme, wir waren nicht so kompakt, wie in den letzten Wochen."

Nach der Pause sei aber "eine klare Steigerung" erkennbar gewesen. "Wir müssen mit dem Punkt leben, und wir können mit dem Punkt leben, denn wenn man sich den Gegner anschaut, ist der Unterschied nicht so groß, wie es die Punkte aussagen."

Ein Treffer von Lewis Holty (18.) machte den Hamburgern erst einmal Mut, zumal der VfB, in bis dahin sieben Spielen unter Trainer Tayfun Korkut ungeschlagen (5 Siege), keinen besonders guten Tag erwischte.

Ambrosius feiert Premiere

Auch nach dem bis dahin schmeichelhaften Ausgleich durch Daniel Ginczek (44.) hatten die Hanseaten noch gute Möglichkeiten, ihren ersten Sieg seit dem 26. November 2017 zu feiern. Wie so oft aber fehlte vorne wieder einmal die Durchschlagskraft.

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Der Hamburger SV, hatte Stuttgarts Trainer vor dem Spiel noch betont, "verfügt über viel individuelle Qualität", und darüber hinaus: "Kein Spieler, kein Trainer verliert gerne." (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Dies war den Gästen, bei denen Innenverteidiger Stefan Ambrosius seine Premiere in der Bundesliga feierte, auch anzumerken: Die junge Mannschaft, in der Abwehrspieler Kyriakos Papadopoulous nach seiner Entschuldigung und Begnadigung angeschlagen fehlte, auch anzumerken - sie trat mutig und engagiert auf.

Pavards Patzer nutzt Holtby

Zumindest in der Anfangsphase spielte Hamburg auch etwas strukturierter. Stuttgart, sonst defensiv sehr stark, wirkte nach den Umstellungen in der Abwehr instabil. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Nach einem Patzer von Benjamin Pavard und einem Abpraller von Torhüter Ron-Robert Zieler gingen die Gäste auch nicht unverdient in Führung. Der schwache VfB wurde danach ein wenig besser, spielte aber dennoch meist ideenlos und umständlich.

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Der Ausgleich kurz vor der Pause war deshalb überraschend: Ginczek profitierte dabei davon, dass Torhüter Julian Pollersbeck einen Schuss von Erik Thommy nicht festhalten konnte.

Der Treffer belebte das Spiel der Stuttgarter nur ein wenig, dagegen war Hamburg auch in der zweiten Halbzeit mit mehr Ballbesitz und deutlich besseren Zweikampfwerten mindestens auf Augenhöhe - nur mit dem Toreschießen haperte es wie gewohnt.