Nach SPORT1-Informationen beschäftigt sich der FC Bayern mit Ralph Hasenhüttl
Nach SPORT1-Informationen beschäftigt sich der FC Bayern mit Ralph Hasenhüttl © Getty Images

München und Leipzig - Ralph Hasenhüttl sorgt mit kritischen Aussagen für Wirbel. Die Interpretationen seiner Worte seien dennoch "Schwachsinn". RB-Boss Mintzlaff spricht ein Machtwort.

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Trainer Ralph Hasenhüttl hat nach den Spekulationen um seine Zukunft bei RB Leipzig Klartext gesprochen.

Die Gerüchte um einen Abschied von den Sachsen im Sommer bezeichnete der Österreicher vor dem Spiel gegen den FC Bayern bei Sky als "Schmarrn und Schwachsinn".

Seine Aussagen zum Viertelfinaleinzug in der Europa League auf der Pressekonferenz am Freitag wurden als Spitze gegen RB-Sportdirektor Ralf Rangnick gedeutet.

"Ich habe das lediglich als Appell angesehen und diesen an jeden in diesem Verein gerichtet", präzisierte Hasenhüttl am Sonntag seine Worte. "Es wird viel spekuliert und interpretiert. Hätte ich letzte Woche meinen Vertrag hier verlängert, wäre das überhaupt kein Thema gewesen."

Am Freitag hatte Hasenhüttl nach dem Viertelfinaleinzug der Sachsen kritische Töne angestimmt. "Man fragt sich, ob sich jeder freut, dass wir eine Runde weiter sind", hatte Hasenhüttl gesagt.

Rangnick: "Zwischen uns passt kein Blatt"

Laut Rangnick gibt es keinerlei Differenzen in der Zusammenarbeit. "Wir sind in regelmäßigem Austausch seit er da ist. Zwischen uns passt kein Blatt Papier", sagte der Sportchef nach dem 2:1-Sieg gegen Bayern.

Nach SPORT1-Informationen beschäftigte sich der FC Bayern bereits mit Hasenhüttl, laut Bild zählt der 50-Jährige auch zu den Kandidaten bei Borussia Dortmund.

Mintzlaff: "Es knirscht gar nicht"

Auch Leipzigs Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff wollte von einen angeblich angespannten Verhältnis zu Hasenhüttl nichts wissen. "Es knirscht gar nicht. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zum Trainer, sowohl Ralf Rangnick als auch ich", sagte Mintzlaff.

Das Interesse anderer Vereine am Leipziger Erfolgscoach lässt Mintzlaff kalt: "Das interessiert uns nicht. Der Trainer hat noch einen Vertrag bis 2019. Da kann jemand anderes Interesse haben, aber wir wissen, dass der Trainer nächste Saison noch bei uns ist."

Gespräche im Frühjahr

Bezüglich einer geplanten Vertragsverlängerung ergänzte Mintzlaff: "Wir haben gesagt, wir haben alle Zeit der Welt. Wir setzen uns im Frühjahr zusammen. Das ist ein reines Medienthema. Der Trainer hat keinen auslaufenden Vertrag, sondern der Vertrag läuft bis 2019. Von daher ist alles entspannt."

Rangnick sieht Hasenhüttls Zukunft weiter in Leipzig. "Der Trainer hat noch über die Saison hinaus Vertrag und nach meiner Wahrnehmung fühlt er sich pudelwohl hier. Deswegen ist das zwischen uns auch gar kein großes Thema", sagte Rangnick.

SPORT1-Experte Marcel Reif glaubt dennoch an einen baldigen Abschied des Österreichers.

"Hasenhüttl hat sich mit dem Erfolg bei RB Leipzig emanzipiert. Wie es aussieht, will er sich nicht mehr von Rangnick reinreden lassen. Das alles klingt mittlerweile sehr nach Abschied", schrieb Reif in seiner SPORT1-Kolumne.

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