David Odonkor (l.) und Oliver Kahn trafen bei der WM 2006 aufeinander
David Odonkor (l.) und Oliver Kahn trafen bei der WM 2006 aufeinander © Imago

David Odonkor spielte sich mit seinem Assist zum Sieg über Polen bei der WM 2006 ins Gedächtnis. Der Flügelflitzer stand sogar vor einem Wechsel nach München.

David Odonkor wird für immer mit dem Sommermärchen 2006 in Verbindung gebracht. Jürgen Klinsmann nominierte den damals 22-Jährigen überraschend für die Heim-WM und sollte dafür belohnt werden. Odonkor lieferte die Vorlage beim 1:0-Sieg über Polen und blieb damit in Erinnerung.

Der Flügelflitzer spielte sich so auch auf das Radar des FC Bayern München. Wie Odonkor verriet, wäre er nach der Weltmeisterschaft fast beim Rekordmeister gelandet. "Uli (Hoeneß) wollte mich, (Felix) Magath aber nicht", sagte der 34-Jährige der Fussball Bild.

Dort wäre Odonkor erneut auf Oliver Kahn getroffen. Vor dem ersten Treffen beim DFB-Team war der Debütant nach eigener Aussage sehr nervös. "Ich hatte Angst vor Oliver Kahn. Dann kam ich in die Kabine und der hat Witze erzählt. Da dachte ich nur, wie geil ist der denn bitte?", erinnert sich Odonkor.

Karriereende mit nur 29 Jahren

Stattdessen zog es den damaligen BVB-Profi zu Betis Sevilla. In Spanien wurde Odonkor jedoch von Verletzungen geplagt und musste nach einer Infektion seine Karriere mit nur 29 Jahren beenden. Trotzdem blickt er mit Freude auf seine Zeit in Andalusien zurück.

"Das war mein bester Vertrag. Ich habe in Spanien gegen Ronaldinho und (David) Beckham gespielt. Das war schon geil", resümiert Odonkor.

Inzwischen ist der 34-Jährige als Trainer bei der Spielvereinigung Bad Pyrmont in der Landesliga Hannover aktiv.