FBL-GER-BUNDESLIGA-FRANKFURT-MAINZ
Eintracht Frankfurt führte den FSV Mainz phasenweise vor © Getty Images

Frankfurt am Main - Frankfurt lässt im Kampf um die Champions League nicht locker und feiert einen eindrucksvollen Sieg gegen Mainz. Für die Gäste wird die Lage immer brenzliger.

Eintracht Frankfurt hat mit dem fünften Heimsieg in Folge wieder Kurs auf die Champions League genommen. Das Team von Trainer Niko Kovac gewann das Rhein-Main-Derby gegen den FSV Mainz 05 am Samstag 3:0 (3:0) und verpasste dem Lokalrivalen damit den nächsten Dämpfer im Abstiegskampf.

Frankfurt kletterte zumindest vorübergehend auf Platz vier (Die Tabelle der Bundesliga). Mit nun 45 Zählern hat die Eintracht bereits drei Punkte mehr auf dem Konto als am Ende der Vorsaison.

Werden nun bald wieder die ganz großen Fußballabende im Waldstadion gespielt? "Träume sind immer gut, das treibt uns an", sagte Kevin-Prince Boateng, der mit einer Direktabnahme nach einer Ecke unter gütiger Mithilfer von FSV-Torwart Florian Müller bereits in der 6. Minute für die Frankfurter Führung gesorgt hatte, bei Sky.

Boateng: "Träume sind immer gut"

Luka Jovic (23.) und Ante Rebic (41.) erhöhten noch vor der Pause.

"Wenn es so weitergeht,  kann man vielleicht da oben stehen nachher", so Boateng weiter.

Auch Eintracht-Coach Niko Kovac war hoch zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben dann das nötige Glück beim 1:0 gehabt. Dadurch haben wir noch mehr Räume bekommen. Wir haben das in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht. Das war eine runde Leistung meiner Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute. Wir können beruhigt in die Länderspielpause gehen."

Davon kann in Mainz keine Rede sein.

Mainz fassungslos

"Wir haben den Gegner wieder zu Toren eingeladen und dann brichst du komplett zusammen", bekannte Kapitän Daniel Brosinski bei Sky schonungslos offen: "Das darf dir einfach in der Bundesliga nicht passieren. Sonst hast du keine Chance".

Der nun immer mehr in die Kritik geratene Gästecoach Sandro Schwarz sah sein Team nach "einer sehr schlechten ersten Halbzeit" durch die Systemumstellung nach dem Seitenwechsel zwar etwas verbessert, sprach aber dennoch von einer absolut verdienten Niederlage.

Neben den zum Teil haarsträubenden Fehlern in der Defensive, auch dem 0:2 ging ein Fehlpass in der Vorwärtsbewegung voraus, blieb auch die Mainzer Offensive am Samstagnachmittag bis auf wenige Ausnahmen wieder einmal wirkungslos. 

Bereits seit 313 Minuten haben die Mainzer kein eigenes Tor erzielt.

Die Highlights des Spiels am Sonntag ab 9.30 Uhr in "Bundesliga Pur" und ab 13 Uhr in "Bundesliga Pur - Lunchtime" im Free-TV auf SPORT1

Kovac' Umstellung fruchtet

Mit der Führung im Rücken dominierten die Hausherren die Anfangsphase. Vor 49.500 Zuschauern wirkten die Gäste sichtlich geschockt. Schließlich braucht der FSV als Tabellen-16. im Abstiegskampf jeden Punkt. Das letzte Spiel am Main Anfang Februar hatten die Mainzer im Viertelfinale des DFB-Pokals 0:3 verloren.

Schwarz stellte nach dem 0:1 in der Liga gegen Schalke 04 am vergangenen Spieltag auf zwei Positionen um. Kapitän Stefan Bell fiel mit Patellasehnenproblemen aus. Kovac veränderte seine Startelf nach dem 2:3 bei Borussia Dortmund auf vier Positionen. Unter anderem kehrte Jovic ins Sturmzentrum zurück, was sich bezahlt machte
(Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Schröder stärkt Schwarz

Der 20-Jährige traf nach Vorarbeit von Rebic, die Mainzer Abwehrspieler hatten dem mit Tempo vorgetragenen Angriff nichts entgegenzusetzen. Schwarz stand mit verschränkten Armen an der Seitenlinie. Sportvorstand Rouven Schröder hatte dem FSV-Coach vor dem Spiel bei Sky vorerst eine Jobgarantie ausgesprochen: "Er hat einen Vertrag für die 1. und für die 2. Liga. Das muss man nicht noch extra betonen."

Alle Themen und Aufreger des 27. Bundesliga-Spieltags werden am Sonntag ab 11 Uhr im "CHECK24 Doppelpass" im Free-TV auf SPORT1 diskutiert

Mainz in Halbzeit 2 von der Rolle

In der Folge machte sich die Eintracht das Leben mit leichtsinnigen Abwehrfehlern selbst schwer. Die Mainzer spielten zwischenzeitlich wieder mit etwas mehr Selbstvertrauen, ein Schuss von Alexandru Maxim (39.) verfehlte knapp das Tor. Erfolgreicher war Rebic auf der Gegenseite aus zentraler Position.

Nach der Halbzeitpause suchten die Gastgeber weiterhin ihre Chancen. Müller musste gegen Jovic retten (59.). Ein weiterer Schuss des Serben prallte von der Unterkante der Latte knapp vor die Torlinie (69.). Von den Mainzern kam allerdings in dieser Phase auch zu wenig - der FSV-Elf fehlte vor allem das Tempo, um der Eintracht gefährlich werden zu können.

Weiterlesen