Martin Schmidt trainierte die Wolfsburger fünf Monate lang
Martin Schmidt trainierte die Wolfsburger fünf Monate lang © Getty Images

Martin Schmidt bereut seinen Abschied vom Vfl Wolfsburg nicht. Nach seinem Rücktritt im Februar räumt der Schweizer nun auch eigene Fehler ein.

Martin Schmidt (50) bereut seinen Rücktritt als Trainer des VfL Wolfsburg nicht. "Jetzt mit etwas Abstand - auch räumlich - muss ich feststellen, dass meine Entscheidung absolut richtig war", sagte Schmidt in einem Interview dem Schweizer Boulevardblatt Blick: "Ich freue mich für das Team, dass es in Mainz zumindest einen Teilerfolg gab."

Der frühere Mainzer Trainer hatte fünf Monate in Wolfsburg gearbeitet. Nach nur fünf Siegen aus 22 Pflichtspielen war er am 19. Februar zurückgetreten.

"Es zählt eben auch zu meiner Verantwortung als Trainer, die Hand zu heben, wenn ich das Gefühl habe, das Team folgt meiner Linie nicht mehr zu 100 Prozent. In der Rückschau muss ich sagen, dass ich manche Dinge früher hätte ansprechen sollen, das habe ich versäumt", sagte Schmidt, der inzwischen durch Bruno Labbadia ersetzt wurde. Man müsse "sein Ego unter die Sache stellen".

Schmidt wünscht Wolfsburg Klassenerhalt

Ein Abschied sei aber "auch immer die Tür zur Zukunft. Ich habe schon in Mainz gesagt, das war ein aufregendes Kapitel, jetzt kam ein weiteres dazu. Und natürlich wünsche ich dem VfL, dass so schnell wie möglich die Punkte für den Klassenerhalt eingefahren werden", sagte Schmidt, der das Kapitel in Wolfsburg eine "sehr spannende Erfahrung" nannte.

Schmidt hat als Coach bislang 100 Bundesliga-Spiele absolviert, 19 mit Wolfsburg und 81 mit Mainz.