Nach dem Sieg in Augsburg feiern Hoffenheims Spieler gemeinsam mit den Fans
Nach dem Sieg in Augsburg feiern Hoffenheims Spieler gemeinsam mit den Fans © Getty Images

Augsburg - Mit dem Erfolg in Augsburg endet für die Hoffenheimer nicht nur eine kleine Ergebniskrise, sondern auch eine turbulente Woche. Das Team versöhnt sich mit den Fans..

Der Gang zu den mitgereisten Fans war diesmal ein leichter für die Profis von der TSG Hoffenheim.

Souverän und mit einer ansehnlichen Leistung 2:0 (1:0) beim FC Augsburg gewonnen, da gab es keinen Grund für weitere Spannungen. "Das Spiel hatte schon eine Bedeutung für uns", sagte Trainer Julian Nagelsmann - und diese reichte über das Sportliche hinaus. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Nach einer turbulenten Woche im Kraichgau, die mit der schon länger erwarteten Verkündung der Trennung von Sport-Geschäftsführer Hansi Flick begonnen hatte, war der erste Erfolg nach zuvor acht Spielen mit nur einem Sieg ein herbeigesehntes Signal. "Das war sehr wichtig", meinte Nagelsmann, der die Gemengelage aber lange nicht so brisant fand, wie es in der Öffentlichkeit den Anschein hatte.

Nagelsmann: "Wir haben uns ausgesprochen"

"Es war kein Krisengipfel, wir haben das ausgesprochen", sagte er über das Treffen mit Fanvertretern unter der Woche. Für DAS hatte der 30-Jährige selbst gesorgt. Die Unmutsbekundungen des Anhangs beim 1:1 gegen Freiburg im letzten Heimspiel hatte er sarkastisch moniert und dafür Kritik geerntet. (Tabelle der Bundesliga)

Wie Torwart Oliver Baumann fand, seien es "irgendwelche Zuschauer" gewesen, "nicht die richtigen Fans", die gepfiffen hätten. "Der Support ist da, das wissen wir", sagte Baumann.

Die Highlights des Spiels am Sonntag ab 9.30 Uhr bei Bundesliga Pur im Free-TV auf SPORT1 und im TV-Livestream 

Am Samstag in Augsburg hatte die Mannschaft sich die Unterstützung auch verdient. Stabil in der Defensive, konsequent im Umschaltspiel und auch ausreichend effektiv im Abschluss - es war ein durch und durch solider Auftritt. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)   

"Unsere Präsenz im Mittelfeld war sehr gut, unser Konterspiel war gut, wir haben lange sehr gut gegen den zweiten Ball agiert", analysierte Nagelsmann. Nico Schulz verdeutlichte: "Wir wollten nicht in Schönheit sterben, sondern mit einfachem Fußball und viel Willen zum Erfolg kommen."

Kramaric mit einem Tor und einer Vorlage

Das gelang auch, weil Andrej Kramaric (30.) schon zum sechsten Mal in der Rückrunde traf und Serge Gnabry (50.) zudem das zweite Tor auf dem Silbertablett servierte. "Er hatte eine schwierige Phase. Jetzt ist er wieder unheimlich präsent und so bedeutend, wie wir ihn gerne haben", sagte Nagelsmann über den Kroaten, der dafür sorgte, dass Hoffenheim den Kontakt zu den Europacuprängen hält. "Das sollte jetzt eine Grundlage sein für die nächsten Wochen", betonte Baumann.

Alle Themen und Aufreger des 25. Bundesliga-Spieltags werden am Sonntag um 11 Uhr LIVE im CHECK24 Doppelpass diskutiert

Augsburg wäre dagegen dieses Spiel nicht als Fundament für die Schlussphase der Saison zu empfehlen. "Wir hatten kaum Tormöglichkeiten, kaum Szenen. Insgesamt war das viel zu wenig, wir hatten überhaupt kein Mittel und viel zu viele Ballverluste", urteilte Manager Stefan Reuter in aller Deutlichkeit nach dem vierten Spiel ohne Sieg in Folge.

Die Schwaben trösten sich mit der Aussicht, dass sich bis nach den Länderspielen im März die Personalsituation wieder entspannt. "Man merkt das", sagte der 1990er Weltmeister über das Fehlen von Spielern wie Torjäger Alfred Finnbogason oder Verteidiger Jeffrey Gouweleeuw. Vielleicht auch deshalb hatte FCA-Trainer Manuel Baum "nie das Gefühl, dass die Überzeugung da war, das Spiel noch zu drehen".