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Nach der Niederlage gegen den FC Schalke bezichtigt Hoffenheim-Trainer Nagelsmann den Linienrichter der Beleidigung. Nun sickert durch, welche Worte gefallen sein sollen.

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Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann hat auf der Pressekonferenz nach der 2:1-Niederlage beim FC Schalke behauptet, von Schiedsrichter-Assistent Robert Schröder beleidigt worden zu sein.

"Offenbar dürfen die Schiris etwas, was wir nicht dürfen", äußerte der 30-jährige vor den TV-Kameras. Welche Worte dabei genau gefallen sind, wollte er jedoch nicht verraten.

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"Haben Sie einen Dachschaden?"

Allerdings lassen die Fernsehbilder erahnen, welche Wortwahl der Anlass für Nagelsmanns Verärgerung sein dürfte. In der 48. Minute foult Schalke-Star Leon Goretzka Hoffenheims' Pavel Kaderabek. Linienrichter Schröder wollte einen Freistoß für Hoffenheim anzeigen, rutschte dabei aber weg und knickte unglücklich um.

Während Schiedsrichter Benjamin Brand seinem Kollegen zur Hilfe eilte, drängelte Nagelsmann ungeduldig: "Was ist jetzt mit dem Freistoß?"

Der am Boden sitzende Schröder drehte sich um und entgegnet: "Das erkläre ich doch gerade dem Schiedsrichter. Oder haben Sie einen Dachschaden?"

Nagelsmann sendet Genesungswünsche

Eine mit Sicherheit zweifelhafte Ausdrucksweise, angesichts der Verletzung von Robert Schröder aber auch verständlich. Der 32-Jährige wurde mit Verdacht auf Bänderiss ins Krankenhaus gebracht. Der vierte Offiziellen Guido Kleve übernahm für ihn.

Am Tag danach hatte sich auch Nagelsmann wieder beruhigt. "Ich wünsche Robert Schröder jetzt vor allem gute und schnelle Genesung. Auf dass er bald wieder an der Seitenlinie stehen kann", schickte der Trainer Genesungswünsche ins Krankenhaus.

Dennoch hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den 30-Jährigen schriftlich gebeten, seine Vorwürfe zu präzisieren.