Lukas Podolski lässt mit Provokationen gegen Gladbach-Fans nicht locker
Lukas Podolski lässt mit Provokationen gegen Gladbach-Fans nicht locker © dpa

Nach seinem Tweet über den Fahnenklau im Derby wird die Facebook-Seite von Lukas Podolski von Gladbach-Fans eingenommen. Der Stürmer setzt daraufhin die nächste Spitze.

Der Zoff zwischen Lukas Podolski und den Fans von Borussia Mönchengladbach nach dem Platzsturm im Rheinderby geht in die nächste Runde.

Wie Podolski in einem nächsten Post bei Twitter am Dienstagmorgen dokumentierte, übersäten die Gladbacher Anhänger als Rache die Facebook-Seite von Podolskis kürzlich neu eröffnetem Döner-Laden mit negativen Kommentaren und Bewertungen.

"1 Stern besser als 0 Punkte"

Podolskis Konter ließ nicht lange auf sich warten: "Da sind wohl einige Gladbacher gefrustet. Danke für eure Bewertungen", begann der Stürmer seinen Tweet, um dann abschließend noch eine weitere Spitze zu setzen. "1 Stern ist aber immer noch besser als 0 Punkte". Drei Lach-Smileys und der Hashtag #DönerDerbySieger schlossen die nächste Retourkutsche ab.

Bereits kurz nach Abfiff des Derbys, das Köln durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 2:1 gewann, hatte der Kölner Edelfan via Twitter den Fahnen-Diebstahl eines FC-Anhängers aus dem Gladbacher Fanblock gefeiert.

Platzsturm gerade noch verhindert

Am Sonntag hatte ein offenbar als Ordner verkleideter FC-Anhänger eine Fahne aus dem Gladbacher Fanblock gestohlen und in die Kölner Kurve gebracht. Die Gästefans, die ihre Fahne zurückholen und den "Dieb" verfolgen wollten, wurden von Polizei und Sicherheitspersonal aufgehalten.

Der mit einer orangenen Weste bekleidete FC-Fan hatte die Maskerade offenbar genutzt, um unbemerkt an den Gladbacher Block zu gelangen. Dort riss er eine Fahne ab und sprintete anschließend zur Kölner Kurve, in der er inmitten der FC-Anhänger verschwand. Die Gladbacher Fans rollten ihre verbliebenen Banner und Flaggen ein und stellten ihre Anfeuerung ein.

Am Dienstag leitete der DFB-Kontrollausschuss ein Ermittlungsverfahren gegen den 1. FC Köln ein und forderte den Verein zu einer Stellungnahme auf.

Unterdessen kritisierte Gladbachs Vizepräsident Rainer Bonhof den ersten Tweet des Weltmeisters.

Bonhof kritisiert Podolski

"Ich will es mal so ausdrücken: Es ist eine ganz unglückliche Situation hervorgerufen worden aus Japan, weil es mit diesem Tweet alleine ja nicht getan ist", so Bonhof. "Darunter war auch ein Bild abgezeichnet von einem Geißbock und einem Fohlen, was - ich sag mal - nicht in die oberste Schublade gehört. Da muss man schon ganz schön aufpassen, um so etwas zu posten als Privat-Tweet", sagte er bei RTL Nitro.

Bonhof warf zudem dem Ordnungsdienst im Rheinenergiestadion Versagen vor. "Was viel schlimmer ist, das ist nicht diese Meinung aus Japan, sondern eine Situation auf diesem Platz, wo der Ordnungsdienst brutal versagt", sagte der Ex-Profi: "Was wäre gewesen, wenn da jemand was völlig anderes vorgehabt hätte, als eine Fahne zu klauen? Und keiner reagiert auf dem Platz."

Der 65-Jährige frage sich nun: "Ist das jetzt Sicherheitsdienst oder ist das ein Dienst am Fan? Und das muss man infrage stellen. Denn wir wollen - und das ist auch mein Anspruch als Vizepräsident von Borussia Mönchengladbach - unseren Mitgliedern und unseren Fans sichere Spiele bieten."

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